
Trudeau erntet Kritik nach Besuch des US-Spiels: 'Freundespflichten rufen'
Der ehemalige kanadische Premierminister versäumte das erste WM-Spiel Kanadas, um seine Lebensgefährtin Katy Perry in Los Angeles zu treffen – und verwies auf 'Freundespflichten'.
Es hätte ein historischer Tag für den kanadischen Fußball werden sollen: Am Freitagabend trug die kanadische Nationalmannschaft in Toronto ihr erstes WM-Spiel überhaupt im eigenen Land aus – vor 43.000 Zuschauern und in Anwesenheit prominenter Landsleute wie Ryan Reynolds und Mike Myers. Doch einer fehlte: Justin Trudeau, der ehemalige Premierminister, saß zeitgleich im SoFi-Stadion in Los Angeles, verfolgte den 4:1-Sieg der USA gegen Paraguay und wurde von Kameras dabei eingefangen, wie er seine Lebensgefährtin, den Popstar Katy Perry, nach deren Eröffnungszeremonie küsste und während des Spiels Bier trank. Die Bilder lösten in Kanada heftige Empörung aus.\n\nDer 54-Jährige, der seit Sommer 2025 öffentlich mit Perry liiert ist, sah sich rasch in sozialen Medien mit scharfer Kritik konfrontiert. Nutzer sprachen von einem ‚Schlag ins Gesicht‘ der kanadischen Fans, und nationale Medien hoben die Abwesenheit eines ehemaligen Regierungschefs bei einem solchen nationalen Großereignis hervor. Trudeau reagierte auf Plattform X mit dem lakonischen Hinweis: ‚Manchmal rufen halt die Pflichten des unterstützenden Freundes. Aber ihr wisst, wem ich den Pokal wünsche‘ – versehen mit einer kanadischen Flagge. Aus kanadischer Sicht war die Erklärung nur ein schwacher Trost, zumal das Team gegen Bosnien-Herzegowina nur ein 1:1 erreichte und Trudeau den in Toronto anwesenden Sportgrößen wie Connor McDavid oder Andre De Grasse die kalte Schulter zeigte.\n\nInternationale Beobachter blicken indes mit Gelassenheit auf die private Entscheidung eines Politikers im Ruhestand. In Los Angeles mischte sich Trudeau unter die Prominenz: Hollywoodgrößen wie Tom Cruise und David Beckham verfolgten dasselbe Spiel und boten ein glamouröses Bild, das vom sportlichen Geschehen auf dem Platz ablenkte. Aus europäischer Perspektive mag der Vorgang an die oft belächelte Verbindung von Politik und Showbusiness in Nordamerika erinnern, doch für viele Kanadier wog der symbolische Affront schwerer: Schließlich wird das Turnier zum ersten Mal gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet, und die heimische Premiere hätte eine Gelegenheit zur nationalen Einigkeit sein können.\n\nOb der Vorfall Trudeaus öffentlichem Ansehen langfristig schadet, bleibt abzuwarten. Der ehemalige Premierminister, der sich nach seinem Ausscheiden aus dem Amt zunehmend ins Privatleben zurückzog, scheint gewillt, seine Beziehung sichtbar zu leben – auch auf Kosten patriotischer Erwartungen. Für den weiteren WM-Verlauf stellt sich die Frage, ob er künftige Spiele Kanadas besuchen wird, um die Wogen zu glätten. Immerhin betonte er selbst, er drücke Kanada die Daumen. Für deutsche Fans, die ein solches Spannungsfeld aus öffentlichem Amt und persönlicher Freiheit aus heimischen Debatten kennen, bietet der Fall reichlich Diskussionsstoff.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die liebevolle Zurschaustellung von Trudeau und Perry bei der Weltmeisterschaft erregte weltweit Aufmerksamkeit, löste aber auch Wut bei kanadischen Fans aus. Dem ehemaligen Premierminister wurde vorgeworfen, das historische Spiel seiner Nationalmannschaft für eine Promi-Romanze aufgegeben zu haben. Er verteidigte seine Anwesenheit als Unterstützung für den Auftritt seiner Freundin.
Während Kanada auf der größten Bühne des Fußballs debütierte, befand sich sein ehemaliger Anführer in einem anderen Land, um seine Popstar-Partnerin zu unterstützen. Einige Kanadier äußerten Enttäuschung, doch Trudeau stellte die Wahl als persönliche Angelegenheit eines unterstützenden Freundes dar. Der Vorfall wurde zu einer Randnotiz in dem von Prominenten geprägten Turnier.
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