
Trotz Waffenruhe: Israels Luftangriffe töten Familie in Gaza – UNICEF prangert anhaltende Gewalt an
Bei zwei nächtlichen Angriffen auf Gaza-Stadt kamen fünf Palästinenser ums Leben, darunter ein Ehepaar mit zwei Töchtern; das UN-Kinderhilfswerk nennt die seit Oktober geltende Waffenruhe eine ›grausame und tödliche Illusion‹.
In der Nacht zum Samstag (Ortszeit) haben israelische Luftangriffe im Gazastreifen fünf Palästinenser getötet. Nach Angaben des palästinensischen Zivilschutzes und medizinischer Quellen traf ein Angriff gegen zwei Uhr morgens eine Wohnung im Viertel Sabra in Gaza-Stadt und riss vier Mitglieder der Familie al-Safadi – Vater, Mutter und die Töchter Lana (14) und Zina (4) – aus dem Leben; zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Ein zweiter, von einer Drohne ausgeführter Angriff im nördlichen Viertel Aabad al-Rahman forderte ein fünftes Todesopfer und vier Verwundete, wie das Schifa-Krankenhaus mitteilte.
Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium in Gaza, dessen Opferdaten die Vereinten Nationen als verlässlich einstufen, beziffert die Zahl der seit dem Waffenstillstand vom Oktober 2025 getöteten Palästinenser auf über 1.000. Die israelischen Streitkräfte, die im selben Zeitraum den Tod von fünf eigenen Soldaten melden, erklärten, den Vorfall zu prüfen; Einsätze richteten sich gegen militante Bedrohungen. Der Sprecher von UNICEF, James Elder, verurteilte in Genf die anhaltenden Angriffe: Die Feuerpause sei eine „grausame und tödliche Illusion“. Seit ihrem Beginn sei im Durchschnitt täglich ein Kind getötet worden, insgesamt 265. Kinder und Jugendliche stürben in Wohnhäusern, Schulen und beim Spielen; über 400 weitere seien schwer verletzt, viele von ihnen seien durch Israels Blockade von lebensnotwendigen Medikamenten und Evakuierungen abgeschnitten.
Aus westlichen Hauptstädten wächst angesichts der wiederholten Zwischenfälle der Druck auf die Konfliktparteien. Die im Oktober 2025 unter Vermittlung der USA zustande gekommene Waffenruhe hat weder die Kämpfe beendet noch eine dauerhafte politische Lösung gebracht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen starben und 251 als Geiseln genommen wurden, mehr als 73.000 Palästinenser getötet, etwa die Hälfte davon Frauen und Kinder. Israel betont, es ziele ausschließlich auf Hamas-Kämpfer, räumt aber ein, dass sich militante Gruppen in ziviler Umgebung bewegten.
Die humanitäre Not in der Küstenenklave spitzt sich zu. Von den 150.600 Lastwagen mit Hilfsgütern, die seit Oktober 2025 bereitstanden, ließ Israel nach Angaben des Hamas-Medienbüros nur 54.023 passieren. Während die nächste Verhandlungsrunde über eine dauerhafte Waffenruhe in Katar ansteht, legten 37.698 Schüler im Gazastreifen ihre Abschlussprüfungen online ab – neunzig Prozent der Schulgebäude sind nach palästinensischen Angaben zerstört.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Southeast Asian outlets, citing Xinhua, report the deaths of five Palestinians including two children in Israeli airstrikes, framing the ceasefire as a 'deadly illusion' for children. The coverage emphasizes the high toll since the truce and highlights the unfulfilled promise of protection.
Latin American media briefly cover the airstrike that killed an entire family, noting the fragile ceasefire. The tone is factual and restrained, focusing on the violation of the truce and the rising tensions.
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