
Teherans Garden fordern Abstand zu US-Verstecken und melden Schlag gegen Amazon in Bahrain
Das IRGC rief die Bevölkerung in der Region auf, sich von mutmaßlichen Unterschlüpfen der US-Amerikaner fernzuhalten, und erklärte das Cloud-Rechenzentrum des Konzerns in Bahrain zum Vergeltungsziel.
Die Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) haben am Freitag Zivilisten in Nahost-Staaten mit US-Militärpräsenz aufgefordert, sich „mindestens 500 Meter“ von konspirativen Unterkünften amerikanischer Truppen fernzuhalten. Zugleich beanspruchten sie die Zerstörung eines Rechenzentrums von Amazon in Bahrain, das der militärischen Aufklärung Washingtons gedient habe. Beide Vorgänge vertiefen die Eskalation im wechselseitigen Schlagabtausch mit den USA.
Aus Teheraner Sicht haben US-Offiziere und Soldaten ihre Hauptbasen aus Furcht vor gezielten Vergeltungsschlägen verlassen und sich in Gebäude innerhalb von Städten verlegt, um von dort Operationen zu leiten. Deshalb fordere der IRGC die Allgemeinheit auf, einen Sicherheitsabstand einzuhalten und neue Bewegungen über Telegram oder eine eigene Webseite zu melden. Die ungewöhnlich direkte Warnung zielt nach Einschätzung regionaler Beobachter darauf, die amerikanische Präsenz in zivilen Zonen als Gefahr für die einheimische Bevölkerung darzustellen.
Zeitgleich setzte der IRGC nach eigenen Angaben die Operation Nasr-2 fort. In der 27. Welle sei das letzte Gebäude des Amazon-Rechenzentrums in Bahrain zerstört worden, das bereits am 21. Juli attackiert worden war. Laut iranischen Militärangaben unterstützte die Cloud-Infrastruktur des US-Konzerns, die auch im Pentagon-Programm Joint Warfighting Cloud Capability (JWCC) laufe, den Nachrichtenaustausch der US-Streitkräfte. Weder Amazon noch die Behörden in Manama äußerten sich dazu.
Der Schlag gegen das Rechenzentrum reiht sich in eine nächtliche Drohnenwelle gegen US-Stützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain ein. Nach IRGC-Darstellung wurden Treibstofflager, Hangars und Unterkünfte auf dem Luftwaffenstützpunkt Sheikh Isa, in al-Asraq und mehreren Camps in Kuwait mit Arash-Drohnen angegriffen. Teheran rechtfertigt die Offensive als Antwort auf US-Angriffe der Vornacht, die sieben iranische Provinzen trafen. Dabei kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums 55 Menschen ums Leben, 645 wurden verletzt. Auch zivile Infrastruktur – Brücken, Anlegestellen, Fischerboote, Gleise – sei getroffen worden.
Aus Washingtoner Sicht blieben die Vorgänge unbestätigt; das Zentralkommando CENTCOM reagierte nicht auf die Meldungen. Kuwait aktivierte nach eigenen Angaben seine Luftabwehr. Beobachter in europäischen Hauptstädten sehen in der gezielten Ausweitung des Konflikts auf urbane Räume eine Strategie der asymmetrischen Eskalation. Eine diplomatische Initiative ist derzeit nicht erkennbar.
Erweitere deinen Horizont
Rom wird Schauplatz der nächsten Runde im israelisch-libanesischen Grenzstreit
7 Sprachen · 15 Quellen
Aus Economy & MarketsBrasilien ruft WTO gegen neue US-Strafzölle an – Handelsstreit erreicht nächste Eskalationsstufe
1 Sprache · 9 Quellen
Aus TechnologySpeicherkosten-Schock: KI-Nachfrage macht Smartphones unter 100 Dollar unrentabel
4 Sprachen · 7 Quellen