
Tankerverkehr im Persischen Golf bricht ein – nur ein Schiff passiert die Straße von Hormus
Der Einbruch des Schiffsverkehrs in der strategischen Meerenge fällt mit amerikanischen Angriffen auf Iran zusammen, die Rohölpreise steigen über 100 Dollar je Barrel.
Am 23. Juli durchquerte nur ein einziger Tanker die Straße von Hormus, das geringste Verkehrsaufkommen seit dem 7. Mai. Die Durchfahrt des Supertankers »New Giant« mit zwei Millionen Barrel irakischen Rohöls Richtung China stand einem völligen Erliegen der Einfuhren gegenüber. Die Preise für Rohöl der Sorte Brent notierten daraufhin erstmals seit Monaten wieder über 100 Dollar je Barrel.
Der Einbruch fällt mit der Verschärfung des militärischen Konflikts zwischen den USA und Iran zusammen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) führten amerikanische Streitkräfte in der Nacht auf Freitag die dreizehnte Angriffswelle in Folge gegen iranische Stellungen durch. Aus Teheraner Sicht wurde eine Blockade der Meerenge erklärt und Vergeltung angedroht, während Washington betont, die Passage bleibe für die Schifffahrt offen. Unabhängige Beobachter in der Region verweisen auf eine faktische Einschränkung der freien Navigation, die sowohl die Einfahrt in den Persischen Golf als auch die Ausfahrt betrifft.
Vor diesem Hintergrund weichen Reedereien zunehmend aus. Der für den asiatischen Markt bestimmte Produktentanker »Torm Innovation« änderte seinen Kurs vom üblichen Bab al-Mandab-Ausgang in Richtung Suezkanal – ein Umweg, der die Reisezeit für Schiffe nach Asien nahezu verdreifacht. Saudi Aramco begann, zusätzliche Rohölladungen vom ägyptischen Mittelmeerterminal Sidi Kerir anzubieten, um die risikobehafteten Verladungen an den Häfen des Roten Meeres zu umgehen. Auch wenn die Passage durch das Bab al-Mandab mit 32 Schiffen am 23. Juli zunahm, bleibt die Lage volatil. Im Golf von Aden und im Roten Meer fürchten Reeder Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi-Milizen, was die Suche nach alternativen Routen beschleunigt.
Das nächste absehbare Signal für die Energiemärkte ist die Entwicklung des Tankerverkehrs in den kommenden Tagen sowie die Reaktion der großen Ölfördernationen auf die Angebotsverknappung. Die Sorge um Versorgungsengpässe betrifft auch die Importeure in Europa; Deutschland, Österreich und die Schweiz beziehen einen Teil ihres Rohöls indirekt über die betroffenen Routen. Ob eine Ausweitung der US-Militäroperationen oder eine diplomatische Initiative die Lage entspannt, bleibt abzuwarten.
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Israelische Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Iran denounces the American aggression that has paralyzed the Strait of Hormuz, while Saudi Arabia profits from the crisis.
It emphasizes the total blockade of the Strait and attributes the cause exclusively to US military actions, omitting possible economic factors or other initiatives.
Omits mentioning that other nations are taking similar precautionary measures, reducing traffic for multiple reasons.
Objective data shows a decline in traffic, with no attribution of responsibility.
It reports only numbers and facts, avoiding any political context or judgment.
Omits mentioning the military context of US-Iran strikes that caused the increased risks.
The ongoing US-Iran conflict is endangering global oil traffic, with consequences for prices.
It directly links the traffic drop to the conflict, using an urgent tone but without assigning blame.
Omits mentioning that other factors such as market demand could influence traffic.
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