
Taifun Bavi nähert sich Taiwan – Behörden warnen vor zerstörerischen Winden
Der stärkste Taifun seit Jahrzehnten bedroht Taiwan und Japans Südwesten, während China nach tödlichen Überschwemmungen weitere Unwetter erwartet.
Der Taifun Bavi hat am Freitagmorgen die südwestlichen Inseln Japans und die Nord- und Ostküste Taiwans erreicht. Nach Angaben der taiwanischen Wetterbehörde (CWA) bewegte sich das Sturmzentrum mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 162 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 198 Kilometern pro Stunde nordwestwärts. In weiten Teilen Nord- und Osttaiwans, darunter die Hauptstadt Taipeh, Keelung und Yilan, blieben Schulen und Büros geschlossen. Die Behörden evakuierten mehr als tausend Menschen, vor allem aus dem bergigen Landkreis Hualien, und versetzten knapp 29.000 Soldaten in Bereitschaft. Auf den japanischen Sakishima-Inseln wurden Flüge gestrichen, Supermärkte leergekauft und Fenster mit Klebeband gesichert.
Aus chinesischer Sicht trifft der Sturm auf eine bereits angeschlagene Region. In der südchinesischen Provinz Guangxi starben nach offiziellen Angaben 39 Menschen durch Überschwemmungen infolge des Tropensturms Maysak. Die meisten Opfer forderte der teilweise Bruch eines Staudamms in Hengzhou, der eine Flutwelle auslöste und 26 Menschen das Leben kostete. Neun weitere galten am Donnerstag noch als vermisst. In der zentralchinesischen Provinz Hubei kamen zudem elf Menschen bei schweren Gewittern und Tornados ums Leben. Die chinesischen Behörden evakuierten in Guangxi rund 130.000 Menschen und setzten Tausende Rettungskräfte ein.
Die meteorologischen Einschätzungen zum weiteren Verlauf von Bavi weichen in Details voneinander ab. Während die taiwanische CWA den Sturm als den größten seit 1995 einstuft – mit einem Starkwindradius von 380 Kilometern –, erwarten chinesische Meteorologen einen Landfall am Samstagabend südlich von Shanghai, nahe der Grenze zwischen Fujian und Zhejiang. Andere Quellen nennen die Stadt Wenzhou als voraussichtlichen Auftreffpunkt. Die japanische Tourismusbehörde auf Ishigaki rief die Bevölkerung zu „höchster Wachsamkeit“ vor Erdrutschen und Sturzfluten auf. Bavi hatte zuvor als Supertaifun die US-amerikanischen Pazifikterritorien Guam und die Nördlichen Marianen getroffen, schwächte sich jedoch über dem offenen Meer ab.
Die humanitäre Lage in Guangxi bleibt angespannt. Neben den Todesopfern und Vermissten sorgten entlaufene Tiere für zusätzliche Unruhe: Aus einem Zoo in Guigang entkamen nach Behördenangaben mehr als hundert Tiere, darunter Zebras und Alpakas, während aus einer Schlangenfarm in Hengzhou Hunderte Schlangen entwichen. Die Aufräumarbeiten haben begonnen, doch die Behörden warnen vor weiteren Regenfällen. Derweil bereiten sich die ostchinesischen Provinzen auf Bavi vor; in Zhejiang wurden bereits mehr als 17.000 Menschen in Sicherheit gebracht und 170.000 Rettungskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Die endgültige Opferzahl in Guangxi gilt als vorläufig, die Suche nach Vermissten dauert an.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.20 | neutral |
The Atlantic raises the alarm: Typhoon Bavi is the biggest in 30 years and hits Taiwan with destructive force.
Uses the historical comparison with 1995 and the military metaphor 'war footing' to amplify the perception of urgency and severity.
Omits detailed prevention measures and local population reactions, which appear in other accounts.
Sub-Saharan Africa describes the impending catastrophe with emphasis on destruction, citing high waves and destructive winds.
Adopts sensationalist language with superlatives ('biggest in years', 'destructive') to capture attention, but without delving into local details.
Does not mention school closures and official warnings issued by Taiwan, which are central in other sources.
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