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Geopolitik & PolitikMontag, 29. Juni 2026

Russlands Auslandsgeheimdienst wirft Kiew Kooperation mit mexikanischen Drogenkartellen vor

Die SVR behauptet, ukrainische Häfen dienten als Drehscheibe für lateinamerikanische Drogen nach Europa, und Kiew profitiere finanziell sowie militärisch von den Kartellen.

Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, die Zusammenarbeit mit großen mexikanischen Drogenkartellen auszubauen. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Pressebüros heißt es, ukrainische Sicherheitskräfte förderten bewusst den Transit von Rauschgift aus Lateinamerika nach Europa. Als Hauptumschlagplatz dienten demnach die Häfen der Region Odessa, von wo aus die Substanzen über Polen, Moldau und Rumänien weitertransportiert würden. Für die Vorwürfe legte der Dienst keine Belege vor.

Aus Moskauer Sicht verfolgt Kiew damit ein doppeltes Interesse: Das „in Korruption versunkene Regime“ um Wolodymyr Selenskyj verschaffe sich angesichts unzureichender westlicher Finanzhilfen zusätzliche Einnahmen, und die Kartelle unterstützten die Anwerbung von Söldnern für die ukrainischen Streitkräfte. Zugleich betont die SVR, dass führende lateinamerikanische Verbrecherorganisationen wegen der verschärften Anti-Drogen-Kampagne in den USA neue Absatzwege suchten. Die Ukraine erscheine ihnen als sicherer Korridor in den europäischen Markt, da es an wirksamer Grenz- und Zollkontrolle fehle. Auch der Zugang zum ukrainischen Schwarzmarkt für Waffen sei für die Kartelle attraktiv.

Die jüngste Erklärung reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorwürfe russischer Behörden ein. Bereits im Mai hatte der Sicherheitsrat der Russischen Föderation Kiew beschuldigt, den Drogenhandel in der selbsternannten Volksrepublik Donezk zu steuern. Das Innenministerium in Moskau verwies wiederholt auf steigende Lieferungen synthetischer Drogen aus der Ukraine und unterstellte ukrainischen Sicherheitskräften eine direkte Beteiligung am Aufbau illegaler Labore in Russland. Gerichtsurteile gegen Organisatoren von Schmuggelrouten, die von der Ukraine über die Region Belgorod bis nach Sibirien reichten, dienen russischen Stellen als Beleg für diese Darstellung.

Unabhängig überprüfbar sind die Angaben des SVR nicht. Die Behörde, die in den vergangenen Monaten auch Serbien „feige Multivektoralität“ vorgeworfen und den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus als „Antichristen im Priestergewand“ bezeichnet hatte, versieht ihre Kommuniqués zunehmend mit rhetorischen Zuspitzungen. Das aktuelle Schreiben endet mit der Wendung, dies sei eine Illustration zu dem Sprichwort „Dem einen der Krieg, dem anderen die Mutter“. Eine Reaktion aus Kiew oder von westlichen Sicherheitsbehörden lag zunächst nicht vor.

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Die bereitgestellten Presseübersichten (russisch, lateinamerikanisch, kontinentaleuropäisch) enthalten keine Berichterstattung über die SVR-Drogentransit-Anschuldigung gegen Kiew.
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Montag, 29. Juni 2026

Russlands Auslandsgeheimdienst wirft Kiew Kooperation mit mexikanischen Drogenkartellen vor

Die SVR behauptet, ukrainische Häfen dienten als Drehscheibe für lateinamerikanische Drogen nach Europa, und Kiew profitiere finanziell sowie militärisch von den Kartellen.

Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, die Zusammenarbeit mit großen mexikanischen Drogenkartellen auszubauen. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Pressebüros heißt es, ukrainische Sicherheitskräfte förderten bewusst den Transit von Rauschgift aus Lateinamerika nach Europa. Als Hauptumschlagplatz dienten demnach die Häfen der Region Odessa, von wo aus die Substanzen über Polen, Moldau und Rumänien weitertransportiert würden. Für die Vorwürfe legte der Dienst keine Belege vor.

Aus Moskauer Sicht verfolgt Kiew damit ein doppeltes Interesse: Das „in Korruption versunkene Regime“ um Wolodymyr Selenskyj verschaffe sich angesichts unzureichender westlicher Finanzhilfen zusätzliche Einnahmen, und die Kartelle unterstützten die Anwerbung von Söldnern für die ukrainischen Streitkräfte. Zugleich betont die SVR, dass führende lateinamerikanische Verbrecherorganisationen wegen der verschärften Anti-Drogen-Kampagne in den USA neue Absatzwege suchten. Die Ukraine erscheine ihnen als sicherer Korridor in den europäischen Markt, da es an wirksamer Grenz- und Zollkontrolle fehle. Auch der Zugang zum ukrainischen Schwarzmarkt für Waffen sei für die Kartelle attraktiv.

Die jüngste Erklärung reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorwürfe russischer Behörden ein. Bereits im Mai hatte der Sicherheitsrat der Russischen Föderation Kiew beschuldigt, den Drogenhandel in der selbsternannten Volksrepublik Donezk zu steuern. Das Innenministerium in Moskau verwies wiederholt auf steigende Lieferungen synthetischer Drogen aus der Ukraine und unterstellte ukrainischen Sicherheitskräften eine direkte Beteiligung am Aufbau illegaler Labore in Russland. Gerichtsurteile gegen Organisatoren von Schmuggelrouten, die von der Ukraine über die Region Belgorod bis nach Sibirien reichten, dienen russischen Stellen als Beleg für diese Darstellung.

Unabhängig überprüfbar sind die Angaben des SVR nicht. Die Behörde, die in den vergangenen Monaten auch Serbien „feige Multivektoralität“ vorgeworfen und den Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus als „Antichristen im Priestergewand“ bezeichnet hatte, versieht ihre Kommuniqués zunehmend mit rhetorischen Zuspitzungen. Das aktuelle Schreiben endet mit der Wendung, dies sei eine Illustration zu dem Sprichwort „Dem einen der Krieg, dem anderen die Mutter“. Eine Reaktion aus Kiew oder von westlichen Sicherheitsbehörden lag zunächst nicht vor.

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