
Rubio und Wang Yi loten Xi-Besuch aus – Warnung an Iran am Hormuz
Beim ASEAN-Außenministertreffen in Manila berieten die Chefdiplomaten über eine Gipfelreise im September, während Washington Teheran mangelnde Verhandlungsbereitschaft vorwarf.
Am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Manila haben der amerikanische Außenminister Marco Rubio und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi am Mittwoch über die Vorbereitung eines Besuchs von Staatspräsident Xi Jinping in Washington im September gesprochen. Nach Angaben des US-Außenministeriums erörterten beide Seiten ausführlich, wie sich Bereiche der Zusammenarbeit identifizieren ließen, um den Boden für eine „sehr positive Visite“ zu bereiten. Rubio räumte zugleich ein, dass zwischen den beiden größten Volkswirtschaften erhebliche Differenzen bestünden, deren Management Aufgabe der Diplomatie sei. Aus dem chinesischen Außenministerium verlautete, Wang Yi habe die „entschlossene Haltung“ Pekings zu einer Reihe jüngster negativer Äußerungen und Handlungen Washingtons dargelegt und die Vereinigten Staaten aufgefordert, die Kerninteressen Chinas sowie das Ein-China-Prinzip zu respektieren. Die Frage einer angeblichen chinesischen Wahlbeeinflussung, die Präsident Donald Trump zuletzt thematisiert hatte, sei bei dem Treffen nicht zur Sprache gekommen.
Gegenüber den versammelten ASEAN-Außenministern richtete Rubio scharfe Vorwürfe an Teheran. Aus Washingtoner Sicht sei Iran nicht ernsthaft an Verhandlungen interessiert; sollte sich dies nicht ändern, würden die USA das Nötige zum Schutz eigener und alliierter Interessen unternehmen. Rubio warnte, die Forderung Irans nach Kontrolle über die Straße von Hormuz entbehre jeder rechtlichen Grundlage und drohe einen gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt zu schaffen – mit potenziellen Auswirkungen auch auf den asiatisch-pazifischen Raum. Die Warnung fiel in eine Phase anhaltender Militärschläge: Nach Pentagon-Angaben flog die US-Luftwaffe in der elften Nacht in Folge Angriffe auf Ziele in Iran, darunter nach iranischen Staatsmedien auch Anlagen in der Provinz Buschehr nahe dem dortigen Kernkraftwerk.
Aus Pekinger Sicht standen dagegen die Spannungen im Südchinesischen Meer im Vordergrund. Wang Yi erklärte vor den ASEAN-Partnern, China und der Staatenbund könnten als „Anker für regionalen und globalen Frieden“ wirken, und kritisierte, Teile des philippinischen Sicherheitsapparats betrieben gezielte Provokationen im Dienste „externer Kräfte“. Hintergrund ist ein Zusammenstoß zwischen der chinesischen Küstenwache und philippinischen Marinekräften am Montag, der in Manila und bei Verbündeten Besorgnis über „destabilisierendes Verhalten“ auslöste. Rubio bekräftigte in einer vorab veröffentlichten Stellungnahme die Beistandsverpflichtung Washingtons für die Philippinen und warf Peking vor, Handel als geopolitische Waffe einzusetzen. Das Thema Taiwan wurde ebenfalls angesprochen: Ein geplantes 14-Milliarden-Dollar-Waffenpaket an die Insel befinde sich laut Rubio noch in interner Prüfung, da Washington Produktionskapazitäten und Munitionsbestände berücksichtigen müsse.
Die ASEAN-Staaten äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre tiefe Besorgnis über die Eskalation im Nahen Osten. Die Blockade der Straße von Hormuz, über die nach Verbandsschätzungen rund 60 Prozent der Energieversorgung Südostasiens laufen, treffe die Region wirtschaftlich schwer. Die Ölpreise stiegen am Mittwoch auf ein Sechs-Wochen-Hoch, die Sorte Brent notierte bei nahezu 94 Dollar je Barrel. Analysten des britischen Chatham House werteten die jüngsten Angriffe der Huthi auf saudi-arabische Öllieferungen im Roten Meer als taktischen Schachzug Teherans, um Verhandlungsmasse zu schaffen. Die US-Regierung hält unterdessen an dem im Juni geschlossenen Waffenstillstandsrahmen fest, betont jedoch, dass ohne Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen Konsequenzen folgen würden. Die Planungen für den Xi-Besuch im September sollen in den kommenden Wochen konkretisiert werden; eine offizielle Bestätigung aus Peking steht noch aus.
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
China, through its foreign minister Wang Yi, imposes respect for its interests and the One China principle; Rubio is called to manage differences in view of Xi's visit.
The Iranian press builds credibility for its narrative by omitting any reference to the Hormuz crisis, focusing attention on China's demands and presenting the United States as the party that must adjust.
There is no mention of Rubio's statement on Iran or the crisis in the Strait of Hormuz, which are central to the Manila meeting according to other blocs.
The United States, through Secretary Rubio, warns Iran that it is not serious about negotiations and that control of Hormuz is a dangerous precedent, while with China efforts are made to prepare a constructive visit by Xi Jinping.
The Atlantic press gives authority to its narrative through direct quotes from Rubio and contextualization of Iranian threats, balancing coverage between the Middle East crisis and diplomacy with Beijing.
It does not highlight China's demands for respect of the One China principle, nor Chinese criticism of U.S. actions.
Iran is portrayed as an irresponsible actor threatening global navigation; Rubio is the voice of the international community imposing consequences.
The Indian/South Asian press uses the strategy of unilateral denunciation, reporting only Rubio's statements against Iran and completely omitting the Chinese dimension of the Manila meeting.
There is no mention of the meeting between Rubio and Wang Yi, nor of the planning for Xi Jinping's visit to Washington.
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