
Meloni widerspricht NATO-Generalsekretär: Italien habe sich nicht an Iran-Operation beteiligt
Die italienische Ministerpräsidentin stellte klar, dass von US-Stützpunkten in Italien ausschließlich logistische und technische Flüge genehmigt worden seien, und wies Darstellungen Mark Ruttes als vereinfachend zurück.
Die italienische Regierung hat einer Darstellung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte öffentlich widersprochen, wonach Italien mit der Bereitstellung von Basen für Hunderte Kampfflugzeuge eine tragende Rolle in der US-geführten Militäroperation gegen Iran gespielt habe. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte am Rande eines französisch-italienischen Gipfels, Italien habe sich nicht an dem Konflikt beteiligt. Die von den Vereinigten Staaten genutzten Einrichtungen seien ausschließlich für Tätigkeiten logistischer und technischer Art freigegeben worden. Als weitergehende Anfragen gestellt worden seien, habe Rom die Nutzung nicht autorisiert. Meloni sprach von einer „simplistischen Rekonstruktion“ des NATO-Generalsekretärs, der unterschiedliche Flugtypen vermengt habe, und mahnte zu Vorsicht bei Äußerungen zu diesem Thema.
Aus Sicht Roms steht die Klarstellung im Zusammenhang mit wiederholter Kritik aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach Enttäuschung darüber geäußert, dass Italien sich nicht an der Operation „Epic Fury“ beteiligt habe, und sogar mit einem Abzug amerikanischer Truppen sowie einem Austritt aus der NATO gedroht. Meloni verwies darauf, dass Trumps Verstimmung unerklärlich wäre, hätte Italien tatsächlich an Kampfhandlungen teilgenommen. Das italienische Verteidigungsministerium bezeichnete Ruttes Aussagen als irreführend, und Außenminister Antonio Tajani versicherte seinem iranischen Amtskollegen, dass von italienischem Boden keine Angriffe auf Iran geflogen worden seien und dies auch künftig nicht geschehen werde. Ein NATO-Sprecher präzisierte später, Rutte habe sich auf logistische und technische Unterstützung im Rahmen bestehender bilateraler Abkommen bezogen, nicht auf eine direkte Beteiligung an Militärschlägen.
Aus Teheraner Perspektive wurden Ruttes ursprüngliche Äußerungen hingegen als Beleg für eine aktive NATO-Beteiligung an der Aggression gegen Iran gewertet. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sprach von einem „klaren und belastenden Eingeständnis“ und forderte von Italien und Rumänien, die Rutte namentlich genannt hatte, eine Erklärung gegenüber der internationalen Gemeinschaft. Nach dem Telefonat mit Tajani zeigte sich die iranische Seite um Schadensbegrenzung bemüht und drängte auf ein offizielles Dementi aus Rom. Gleichzeitig verlangte Italien von Iran die vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus, um den ungehinderten Transit italienischer Frachtschiffe zu gewährleisten.
Die Kontroverse fällt in eine Phase transatlantischer Spannungen, in der die künftige Lastenteilung innerhalb des Bündnisses und der Umgang mit dem Iran-Konflikt zentrale Streitpunkte sind. Meloni deutete an, Ruttes enthusiastische Schilderung könne dem Versuch geschuldet sein, den bevorstehenden NATO-Gipfel vorzubereiten. Die italienische Regierung betonte, sie habe stets im Einklang mit der Verfassung, internationalen Verträgen und den Abkommen über die Stationierung alliierter Streitkräfte gehandelt. Die nächsten Schritte dürften weitere bilaterale Konsultationen zwischen Rom, Washington und Teheran umfassen, während innerhalb der NATO die Debatte über die Interpretation der Bündnissolidarität im Fall nicht von allen Mitgliedern mitgetragener Militäroperationen anhält.
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Die italienische Ministerpräsidentin wies die Behauptungen des NATO-Generalsekretärs entschieden zurück und betonte, Rom habe sich nicht am Konflikt gegen den Iran beteiligt, sondern lediglich technische und logistische Unterstützung geleistet. Das Dementi, begleitet von einem Telefonat des Außenministers mit Teheran, demontiert die westliche Erzählung einer breiten Beteiligung der Verbündeten. Der Vorfall offenbart Risse in der atlantischen Einheit und schürt Skepsis gegenüber Militäroperationen im Nahen Osten.
Der italienische Außenminister stellte gegenüber seinem iranischen Amtskollegen klar, dass Italien an keiner militärischen Initiative gegen den Iran beteiligt war und die Nutzung seiner Stützpunkte nicht genehmigt hat. Die Klarstellung erfolgt nach Äußerungen des NATO-Generalsekretärs über eine angebliche italienische Beteiligung. Rom bekräftigt die Einhaltung der bilateralen Abkommen mit Washington.
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