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RechtMittwoch, 17. Juni 2026

RBD-Skandal: Ehemann von Maite Perroni wegen Millionenbetrugs angeklagt – Bandlager gespalten

Der mexikanische Produzent Andrés Tovar, Ehemann der RBD-Sängerin Maite Perroni, ist wegen mutmaßlichen Betrugs an Imagen Televisión in Höhe von 150 Millionen Pesos strafrechtlich verfolgt; während Christopher Uckermann und Christian Chávez ihn unterstützen, wenden sich Fans von Anahí und Dulce María gegen ihn.

In Mexiko-Stadt hat ein Richter den Fernsehproduzenten Andrés Tovar, Ehemann der früheren RBD-Sängerin Maite Perroni, wegen des Verdachts auf Betrug, Prozessbetrug und Falschaussage an ein Strafverfahren gebunden. Auslöser ist eine Klage des Medienkonzerns Imagen Televisión, für den Tovar jahrelang Formate entwickelte und mehr als 6.000 Stunden Programm verantwortete. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Streit um Urheberrechte und ausstehende Vergütungen in Höhe von umgerechnet über sieben Millionen Euro falsche Angaben gemacht und Verträge manipuliert zu haben. Tovar selbst bestreitet die Vorwürfe vehement: In einem auf Instagram veröffentlichten Video spricht er von einer „Verfolgung“, weil er lediglich offene Zahlungen eingefordert habe.

Der Fall hat weit über die juristische Dimension hinaus eine Welle innerhalb der RBD-Fangemeinde ausgelöst. Die Band, die in den 2000er-Jahren mit Hits wie „Rebelde“ zum popkulturellen Phänomen in Lateinamerika und darüber hinaus wurde, ist seit ihrer Auflösung 2009 von immer wieder aufflammenden Spannungen zwischen den ehemaligen Mitgliedern geprägt. Nun beziehen zwei der früheren Bandkollegen öffentlich Stellung: Christopher Uckermann und Christian Chávez signalisierten über soziale Medien ihre Solidarität mit Tovar. Demgegenüber formiert sich in den digitalen Fanlagern von Anahí und Dulce María massiver Widerstand; ihre Anhänger werfen dem Produzenten vor, den Ruf der Gruppe zu beschädigen, und fordern eine klare Distanzierung der Sängerinnen.

Die juristische Auseinandersetzung selbst ist komplex. Nach Darstellung der Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt geht es um die angebliche Fälschung von Dokumenten in einem Verwaltungsverfahren, mit dem Tovar die Rechte an von ihm geschaffenen Inhalten durchsetzen wollte. Der zuständige Richter im Reclusorio Sur erachtete die vorgelegten Indizien als ausreichend für eine Prozessbindung, was jedoch keine Schuldfeststellung bedeutet. Tovars Verteidigung betont, dass die zivilrechtliche Auseinandersetzung unzulässig kriminalisiert werde. Branchenbeobachter in Mexiko sehen darin einen Präzedenzfall für die oft ungeklärte Rechtslage bei Auftragsproduktionen im Fernsehgeschäft.

Aus Sicht der internationalen RBD-Fangemeinde, die besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch Streaming-Plattformen eine Renaissance erlebt, vertieft der Konflikt die bereits bestehende Spaltung. Während Uckermann und Chávez als Befürworter einer Wiederannäherung an Perroni gelten, stehen Anahí und Dulce María einer Reunion skeptisch gegenüber. Dass nun ausgerechnet deren Fans Tovar attackieren, verhärtet die Fronten zusätzlich. Maite Perroni selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen gegen ihren Ehemann geäußert, setzt jedoch ihre künstlerischen Projekte fort.

Für die Zukunft bleibt ungewiss, ob das Strafverfahren die fragile Dynamik innerhalb des einstigen Erfolgsensembles endgültig zerrüttet. Sollte Tovar verurteilt werden, drohen ihm mehrere Jahre Haft – ein Szenario, das nicht nur Perronis Karriere überschatten, sondern auch jede Hoffnung auf ein gemeinsames Bühnen-Comeback der Band zunichtemachen könnte. Vorerst jedoch konzentriert sich die juristische Aufarbeitung auf die Frage, ob aus einem Vergütungsstreit tatsächlich ein Kapitalverbrechen konstruiert wurde.

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Die neue Ernährungsdebatte: Warum „gesunde“ Produkte nicht immer halten, was sie versprechen·Schefflers Griff nach der Unsterblichkeit und ein Teenager mit prominentem Caddie·Inflationsindexierung und Digitalisierung: Sozialleistungen in Argentinien, Brasilien, den USA und Italien·Lulas scherzhafte Messi-Offerte: Brasiliens Präsident reagiert auf WM-Auftakt·Von Todesstrafe bis Pflichttest: Weltweiter Kampf gegen Drogen am Steuer·Ghanas dramatischer Auftaktsieg gegen Panama überschattet von Visumsaffäre um Thomas Partey·Russlands Wirtschaft schrumpft, Lateinamerika wächst verhalten·Pest vor 5.500 Jahren und Vogelgrippe auf Heard Island: Neue Einsichten in die Unberechenbarkeit von Seuchen·Die neue Ernährungsdebatte: Warum „gesunde“ Produkte nicht immer halten, was sie versprechen·Schefflers Griff nach der Unsterblichkeit und ein Teenager mit prominentem Caddie·Inflationsindexierung und Digitalisierung: Sozialleistungen in Argentinien, Brasilien, den USA und Italien·Lulas scherzhafte Messi-Offerte: Brasiliens Präsident reagiert auf WM-Auftakt·Von Todesstrafe bis Pflichttest: Weltweiter Kampf gegen Drogen am Steuer·Ghanas dramatischer Auftaktsieg gegen Panama überschattet von Visumsaffäre um Thomas Partey·Russlands Wirtschaft schrumpft, Lateinamerika wächst verhalten·Pest vor 5.500 Jahren und Vogelgrippe auf Heard Island: Neue Einsichten in die Unberechenbarkeit von Seuchen·
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Mittwoch, 17. Juni 2026

RBD-Skandal: Ehemann von Maite Perroni wegen Millionenbetrugs angeklagt – Bandlager gespalten

Der mexikanische Produzent Andrés Tovar, Ehemann der RBD-Sängerin Maite Perroni, ist wegen mutmaßlichen Betrugs an Imagen Televisión in Höhe von 150 Millionen Pesos strafrechtlich verfolgt; während Christopher Uckermann und Christian Chávez ihn unterstützen, wenden sich Fans von Anahí und Dulce María gegen ihn.

In Mexiko-Stadt hat ein Richter den Fernsehproduzenten Andrés Tovar, Ehemann der früheren RBD-Sängerin Maite Perroni, wegen des Verdachts auf Betrug, Prozessbetrug und Falschaussage an ein Strafverfahren gebunden. Auslöser ist eine Klage des Medienkonzerns Imagen Televisión, für den Tovar jahrelang Formate entwickelte und mehr als 6.000 Stunden Programm verantwortete. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Streit um Urheberrechte und ausstehende Vergütungen in Höhe von umgerechnet über sieben Millionen Euro falsche Angaben gemacht und Verträge manipuliert zu haben. Tovar selbst bestreitet die Vorwürfe vehement: In einem auf Instagram veröffentlichten Video spricht er von einer „Verfolgung“, weil er lediglich offene Zahlungen eingefordert habe.

Der Fall hat weit über die juristische Dimension hinaus eine Welle innerhalb der RBD-Fangemeinde ausgelöst. Die Band, die in den 2000er-Jahren mit Hits wie „Rebelde“ zum popkulturellen Phänomen in Lateinamerika und darüber hinaus wurde, ist seit ihrer Auflösung 2009 von immer wieder aufflammenden Spannungen zwischen den ehemaligen Mitgliedern geprägt. Nun beziehen zwei der früheren Bandkollegen öffentlich Stellung: Christopher Uckermann und Christian Chávez signalisierten über soziale Medien ihre Solidarität mit Tovar. Demgegenüber formiert sich in den digitalen Fanlagern von Anahí und Dulce María massiver Widerstand; ihre Anhänger werfen dem Produzenten vor, den Ruf der Gruppe zu beschädigen, und fordern eine klare Distanzierung der Sängerinnen.

Die juristische Auseinandersetzung selbst ist komplex. Nach Darstellung der Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt geht es um die angebliche Fälschung von Dokumenten in einem Verwaltungsverfahren, mit dem Tovar die Rechte an von ihm geschaffenen Inhalten durchsetzen wollte. Der zuständige Richter im Reclusorio Sur erachtete die vorgelegten Indizien als ausreichend für eine Prozessbindung, was jedoch keine Schuldfeststellung bedeutet. Tovars Verteidigung betont, dass die zivilrechtliche Auseinandersetzung unzulässig kriminalisiert werde. Branchenbeobachter in Mexiko sehen darin einen Präzedenzfall für die oft ungeklärte Rechtslage bei Auftragsproduktionen im Fernsehgeschäft.

Aus Sicht der internationalen RBD-Fangemeinde, die besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch Streaming-Plattformen eine Renaissance erlebt, vertieft der Konflikt die bereits bestehende Spaltung. Während Uckermann und Chávez als Befürworter einer Wiederannäherung an Perroni gelten, stehen Anahí und Dulce María einer Reunion skeptisch gegenüber. Dass nun ausgerechnet deren Fans Tovar attackieren, verhärtet die Fronten zusätzlich. Maite Perroni selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen gegen ihren Ehemann geäußert, setzt jedoch ihre künstlerischen Projekte fort.

Für die Zukunft bleibt ungewiss, ob das Strafverfahren die fragile Dynamik innerhalb des einstigen Erfolgsensembles endgültig zerrüttet. Sollte Tovar verurteilt werden, drohen ihm mehrere Jahre Haft – ein Szenario, das nicht nur Perronis Karriere überschatten, sondern auch jede Hoffnung auf ein gemeinsames Bühnen-Comeback der Band zunichtemachen könnte. Vorerst jedoch konzentriert sich die juristische Aufarbeitung auf die Frage, ob aus einem Vergütungsstreit tatsächlich ein Kapitalverbrechen konstruiert wurde.

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