
Die Stimme des Panthers und die Stimme des Kannibalen: Zwei Klangkünstler sind verstummt
Mit Joachim Kerzel und Plas Johnson verliert die Welt zwei prägende Klanggestalten, deren Arbeit Millionen Zuhörer ein Leben lang begleitete – vom rosaroten Panther bis zu Hannibal Lecter.
„Wir haben nur zwei Takes gemacht, glaube ich“, erinnerte sich der Saxofonist Plas Johnson später an jenen Tag im Jahr 1963, als er im Studio das Tenorsaxofon ansetzte und eine Melodie einhauchte, die seither in den Köpfen von Generationen nachklingt. „Als wir fertig waren, applaudierten alle, sogar die Streicher. Und das will etwas heißen – die applaudieren nie für irgendetwas.“ Wenige Takte genügten, um dem rosaroten Panther seinen unverwechselbaren Sound zu schenken. Nun ist Johnson im Alter von 94 Jahren in Los Angeles gestorben, wie seine Familie und der US-Jazzsender KKJZ bestätigten. Fast zeitgleich verstummte in Berlin eine andere, für Millionen deutschsprachiger Zuhörer ebenso vertraute Stimme: der Synchronsprecher Joachim Kerzel, der mit 84 Jahren starb und dessen markantes Timbre untrennbar mit den Gesichtern von Anthony Hopkins, Jack Nicholson und Dustin Hoffman verbunden war.
Kerzel gehörte über Jahrzehnte zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Synchronbranche. Besonders eng war seine Stimme mit Sir Anthony Hopkins verknüpft, den er mehr als dreißig Jahre lang synchronisierte – darunter auch als Serienmörder Hannibal Lecter, dessen kühle, präzise Diktion durch Kerzels deutsche Fassung eine ganz eigene Schärfe erhielt. Für seine Arbeit an „About Schmidt“, in der er Jack Nicholson seine Stimme lieh, erhielt er 2003 den Deutschen Preis für Synchron. Sein langjähriger Kollege Peter Flechtner verabschiedete sich mit den Worten: „Er war nicht nur ein toller Schauspieler und Sprecher, sondern auch ein großartiger Mensch, Lehrmeister und Freund.“ Gemeinsam mit seiner Frau Maria Körber gründete Kerzel Mitte der 1980er-Jahre eine Schauspielschule in Berlin; der enge Kontakt zu ehemaligen Schülern blieb bis zuletzt bestehen. In den sozialen Netzwerken schrieb ein Fan: „Seine Stimme hat meine ganze Kindheit, eigentlich mein halbes Leben, begleitet.“
Plas Johnson, geboren 1931 in Donaldsonville, Louisiana, entstammte einer Musikerfamilie und begann seine Karriere in den Jazzclubs von New Orleans, bevor er 1954 nach Los Angeles zog und zu einem der gefragtesten Sessionmusiker der Stadt wurde. Sein warmer, lässiger Ton war auf unzähligen Aufnahmen zu hören – von Frank Sinatra über Nat King Cole bis zu den Beach Boys, auf deren Album „Pet Sounds“ er mitwirkte. Weltberühmt machte ihn jedoch das legendäre Tenorsaxofon-Solo in Henry Mancinis Filmmusik zu „Der rosarote Panther“. Mancini hatte die Melodie eigens für Johnson geschrieben, dessen Spiel er so sehr schätzte, dass er ihn als festen Bestandteil seiner Studioorchester in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren engagierte. Das Stück gewann drei Grammys und wurde vom American Film Institute auf Platz 20 der größten Filmmusiken aller Zeiten gesetzt. Johnson selbst sagte einmal: „Meine Soli schienen die Platte immer noch eine Stufe höher zu heben.“
Beide Künstler wirkten meist im Verborgenen – der eine in der schalldichten Synchronkabine, der andere im Halbdunkel des Aufnahmestudios – und doch drangen ihre Stimmen und Töne tief in den Alltag ihrer Zuhörer ein. Kerzels Lesungen der Ken-Follett-Bestseller „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ brachten ihm 2008 den Publikumspreis „Hörkules“ sowie eine Goldene Schallplatte ein. Johnsons wenige Takte im „Pink Panther Theme“ genügten, um eine der bekanntesten Saxofon-Melodien der Filmgeschichte zu schaffen, die noch Jahrzehnte später sofort jenen geschmeidigen, geheimnisvollen Klang heraufbeschwört, mit dem alles begann. Zurück bleibt eine Stille, in der eine schleichende Katze und ein kannibalischer Gentleman gleichermaßen nachhallen.
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Wir erinnern uns an den Mann hinter dem ikonischen Intro, ein Mitglied der Wrecking Crew, der nur zwei Takes brauchte, um eine unsterbliche Melodie zu schaffen, und Applaus von der Streichersektion erhielt.
Die Anekdote von den zwei Takes und dem Applaus der Streicher dient dazu, den Musiker zu vermenschlichen und sein Können zu betonen, was die Geschichte nachvollziehbar und feierlich macht.
Die lateinamerikanischen und russischen Blöcke lassen den Wrecking-Crew-Kontext und die Zwei-Take-Anekdote aus, die der Erzählung eine Ebene professioneller Kameradschaft und Effizienz hinzufügen würden.
Die Musikwelt trauert um den Verlust des Saxophonisten, der das Pink-Panther-Thema unsterblich gemacht hat, einen Künstler, dessen Name für immer mit einer der bekanntesten Melodien des Kinos verbunden sein wird.
Durch die Verwendung von Phrasen wie 'die Musikwelt trauert' und 'unsterblich gemacht' universalisiert die Presse den Verlust und stellt ihn als kollektive Trauer dar, nicht als persönliches oder berufliches Ereignis.
Die europäischen und russischen Blöcke enthalten Details über die Wrecking Crew und die Zwei-Take-Aufnahme, die Johnson als Teil einer größeren Musikgemeinschaft zeigen und den alleinigen Fokus auf das Pink-Panther-Thema verringern würden.
Plas Johnson, ein Jazzmusiker, der das Hauptthema von 'Der rosarote Panther' spielte, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der Komponist Henry Mancini schrieb diese Melodie speziell für seinen eleganten Stil.
Indem betont wird, dass Mancini das Thema speziell für Johnson schrieb, positioniert die Presse Johnson als einen einzigartig talentierten Künstler, der für die Aufgabe ausgewählt wurde, und hebt seinen Status vom Session-Musiker zum wichtigen kreativen Beitragenden.
Die europäischen und lateinamerikanischen Blöcke erwähnen die Wrecking Crew und die Zwei-Take-Anekdote, die Johnsons Karriere als Teil eines größeren Ensembles kontextualisieren und den Fokus auf sein individuelles Genie verringern würden.
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