
Washington hält an Blockade gegen Iran fest – zwei Tanker außer Gefecht
Das US-Zentralkommando meldet die Umleitung von zwölf Handelsschiffen und die Lahmlegung zweier Tanker; Präsident Trump pausiert Luftangriffe für diplomatische Sondierungen.
Das United States Central Command (CENTCOM) hat am 25. Juli 2026 mitgeteilt, dass die von den Vereinigten Staaten verhängte Seeblockade gegen den Iran unvermindert in Kraft sei. Seit der Wiederaufnahme der Blockade seien zwölf Handelsschiffe, die versucht hätten, die Sperre zu durchbrechen, umgeleitet und zwei, die wiederholten Aufforderungen nicht nachkamen, außer Gefecht gesetzt worden. Am Freitag, dem 24. Juli, deaktivierten US-Kräfte den unter mosambikanischer Flagge fahrenden Tanker M/T Lavine im Golf von Oman mittels eines Raketentreffers in den Maschinenraum, nachdem die Besatzung mehrfach Warnungen missachtet hatte. Einen Tag später enterte die US-Marine den komorischen Tanker M/T Charminar im Arabischen Meer und ließ ihn nach einer Überprüfung der Ladung seine Reise fortsetzen.
Aus Sicht des Pentagons dient die Blockade dem Schutz ziviler Seeleute und der Handelsrouten in der Region vor Angriffen, die der Iranischen Revolutionsgarde zugeschrieben werden. Mehr als 50.000 amerikanische Soldaten befinden sich nach offiziellen Angaben im Nahen Osten im Einsatz. Gleichzeitig hat Präsident Trump nach übereinstimmenden Medienberichten eine vorübergehende Einstellung der Luftangriffe auf iranische Ziele befohlen, um diplomatischen Gesprächen Raum zu geben. Washington und London planen für die kommende Woche ein Treffen von Verteidigungsministern und Militärs, bei dem die Bildung einer internationalen Koalition zur Sicherung der Straße von Hormus erörtert werden soll. Als weitere wirtschaftliche Maßnahme kündigte Trump an, in den USA eingefrorene iranische Vermögenswerte zur Kompensation von Schäden an Schiffen und Ladungen heranzuziehen.
Teheran weist die Vorwürfe zurück und macht Washington für den Bruch des am 18. Juni unterzeichneten Waffenstillstands verantwortlich. Laut iranischen Quellen werden die Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region fortgesetzt, bis sich der „Feind vollständig ergeben“ habe. In israelischen Regierungskreisen, zitiert von der Israeli Broadcasting Corporation, wurde Unmut über die ausbleibenden schweren Bombardements laut; man erwarte von Washington mehr militärischen Druck. Derweil kündigte Katar an, den zivilen Schiffsverkehr ab dem 26. Juli wieder aufzunehmen, was Beobachter als Signal einer leichten Deeskalation werten.
Die Anfang Juli 2026 eskalierte Auseinandersetzung folgte auf eine kurze Feuerpause, die durch das Memorandum of Understanding vom 18. Juni vereinbart worden war. Die US-Luftwaffe hatte seither über dreizehn Nächte in Folge Ziele im Iran bombardiert, darunter Kommandozentralen und Drohnenlager. Das CENTCOM betont, die Straße von Hormus bleibe für die kommerzielle Schifffahrt offen. Militärische Kreise in Washington stellen sich jedoch auf weitere Einsätze ein. Das nächste Woche anberaumte Londoner Treffen dürfte die außen- und sicherheitspolitische Flankierung der Blockade präzisieren – ein Unterfangen, das für die globale Energieversorgung von erheblicher Tragweite ist, da durch die Meerenge traditionell ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert wird.
| Russische & GUS-Presse | −0.50 | critical |
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