
Österreich feiert ersten WM-Sieg seit 36 Jahren – 3:1 gegen debütierende Jordanier
Mit einem späten Eigentor und einem Elfmeter in der Nachspielzeit besiegt Österreich den WM-Neuling Jordanien und zieht in Gruppe J mit Argentinien gleich.
Sechsunddreißig Jahre nach dem letzten Triumph auf der größten Bühne des Fußballs hat Österreich seine Durststrecke beendet. Im kalifornischen Santa Clara setzte sich die Mannschaft von Ralf Rangnick am Dienstagabend mit 3:1 gegen den Weltmeisterschafts-Debütanten Jordanien durch und rückte damit in der Gruppe J punktgleich an Titelverteidiger Argentinien heran. Es war der erste österreichische Sieg bei einer WM-Endrunde seit dem 2:1 gegen die Vereinigten Staaten 1990 in Italien – ein emotionaler Meilenstein für eine Nation, die sechs Turniere in Folge verpasst hatte.
Der Abend verlief dramatischer, als es das Ergebnis vermuten lässt. Romano Schmid brachte die Europäer in der 21. Minute mit einem fulminanten Distanzschuss in den Winkel in Führung, doch der asiatische Außenseiter zeigte sich unbeeindruckt. Jordanien, das bei seiner historischen Premiere mit aggressivem Pressing und schnellen Umschaltmomenten überzeugte, glich kurz nach der Pause durch Ali Olwans präzisen Pfostentreffer aus. In der Folge schien Marko Arnautović Österreich per Eckball erneut in Front zu bringen, der Treffer wurde nach Videobeweis jedoch aberkannt. Die Entscheidung fiel in der 76. Minute, als eine weitere Ecke von Yazan Al-Arab unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde. Der eingewechselte Arnautović setzte in der zwölften Minute der Nachspielzeit mit einem verwandelten Strafstoß den Schlusspunkt und besiegelte einen Arbeitssieg, der Jordaniens Mut belohnte – die Araber durften immerhin ihr erstes WM-Tor der Geschichte bejubeln.
Aus Wiener Sicht überwog die Erleichterung über die geglückte Rückkehr. Rangnick hatte sein Team in den Testspielen gegen Tunesien und Ghana sorgfältig aufgebaut, doch gegen den unbequemen Debütanten offenbarte die Defensive um David Alaba phasenweise Abstimmungsprobleme. In Buenos Aires und der internationalen Presse richtet sich der Blick unterdessen bereits auf den kommenden Montag: Dann treffen Österreich und Argentinien in Dallas im direkten Duell um die Gruppenführung aufeinander. Während die Albiceleste mit Lionel Messis Hattrick gegen Algerien ein deutliches Zeichen setzte, registrierte man in Amman Jordaniens achtbaren Auftritt als Mutmacher für die weiteren Partien gegen die beiden Favoriten.
Für Österreich wird die Partie gegen den Weltmeister zum Härtetest. Ein Punktgewinn würde die Chancen auf das Achtelfinale erheblich steigern, zumal Algerien nach der 0:3-Auftaktniederlage bereits unter Druck steht. Die Rangnick-Elf hat mit dem Ende der 36-jährigen Sieglosigkeit eine psychologische Barriere durchbrochen. Ob die defensive Stabilität ausreicht, um Messi und seinen Mitstreitern standzuhalten, bleibt die zentrale Frage vor dem Gipfeltreffen in Texas.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Österreich besiegte Jordanien mit 3:1 und zog an der Spitze der Gruppe J mit Argentinien gleich, das Algerien dank eines Messi-Hattricks deklassierte. Das Duell Österreich gegen Argentinien am Montag in Dallas wird die Gruppenführung klären.
Österreich feierte seine WM-Rückkehr nach 28 Jahren mit einem 3:1-Sieg über Jordanien und bewies laut Mittelfeldspieler Konrad Laimer große Mentalität. Der Erfolg bringt das Team auf Platz zwei der Gruppe J, punktgleich mit Argentinien, aber mit schlechterer Tordifferenz.
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