
Neymars Tränen nach 981 Tagen: Brasilien mit 3:0 gegen Schottland im Achtelfinale
Der 34-jährige Stürmer wurde beim klaren Sieg eingewechselt und zeigte sich nach fast drei Jahren Abwesenheit tief bewegt; Vinícius Júnior traf doppelt.
Brasilien hat sich mit einem 3:0-Erfolg über Schottland den Gruppensieg in der Gruppe C gesichert und steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Die Partie im Hard Rock Stadium von Miami wurde jedoch von einem einzelnen Moment überstrahlt: der Einwechslung Neymars in der 76. Minute. Der 34-Jährige, der zuvor 981 Tage kein Länderspiel bestritten hatte, betrat unter tosendem Applaus den Rasen und vergoss nach dem Abpfiff Tränen der Rührung. „Ich war allein in der Kabine und habe ein paar Tränen vergossen. Es ist eine immense Erleichterung, all das noch einmal zu erleben“, sagte der Rekordtorschütze der Seleção später.
Die sportliche Grundlage für den emotionalen Auftritt hatte das Team von Carlo Ancelotti bereits zuvor gelegt. Vinícius Júnior nutzte in der siebten Minute einen schottischen Abwehrfehler zur frühen Führung und erhöhte kurz vor der Pause per Kopf auf 2:0. Matheus Cunha sorgte in der 60. Minute mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung. Neymar, der aufgrund einer Wadenverletzung die ersten beiden Gruppenspiele verpasst hatte, kam für Cunha ins Spiel und setzte in der Schlussphase mit mehreren Ballkontakten und einer Torchance Akzente, ohne selbst zu treffen.
Für Neymar endete eine Leidenszeit, die im Oktober 2023 mit einer schweren Knieverletzung im Qualifikationsspiel gegen Uruguay begonnen hatte. Seither hatte er nur 15 Pflichtspiele bestritten und war erst kurz vor Turnierbeginn in den Kader gerückt. Mit seinem vierten WM-Einsatz bei einer Endrunde zog er nun mit Pelé, Djalma Santos und Cafu gleich – eine Marke, die in brasilianischen Medien als historischer Meilenstein gewürdigt wurde. Internationale Beobachter verwiesen zugleich auf die veränderte Rolle des einstigen Superstars: Während Neymar früher als zentraler Spielmacher galt, lag die offensive Verantwortung nun sichtbar bei Vinícius Júnior.
In Brasilien wurde die Rückkehr des Angreifers überwiegend emotional aufgenommen. Zahlreiche Kommentatoren hoben die Symbolkraft des Moments hervor, während in sozialen Netzwerken auch kritische Stimmen laut wurden, die Neymars Fitness und seinen Platz im Team hinterfragten. Europäische Medien analysierten die Partie vor allem unter taktischen Gesichtspunkten und betonten, dass Ancelotti mit der Einwechslung eine zusätzliche Option für die K.-o.-Phase gewonnen habe. Der italienische Trainer selbst lobte die Professionalität seines Schützlings: „Er hat es verdient zu spielen. Er hat gut trainiert und kann dem Team mit seiner Qualität helfen.“
Brasilien beendet die Gruppenphase mit sieben Punkten vor Marokko und trifft im Achtelfinale am Montag in Houston auf den Zweiten der Gruppe F, in der die Niederlande, Japan und Schweden um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Mit dem wiedergenesenen Neymar und dem in bestechender Form agierenden Vinícius Júnior geht die Seleção als einer der Favoriten in die entscheidende Turnierphase.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Neymar kehrte nach fast drei Jahren emotional für Brasilien zurück, sichtlich bewegt. Seine Nominierung war eine Überraschung, und er verpasste die ersten Spiele. Das tränenreiche Comeback ist ein bedeutender, aber vorsichtig gehandhabter Moment.
Nach 981 Tagen Abwesenheit kehrte Neymar endlich für Brasilien auf den Platz zurück und brach in Tränen aus. Die Fans begrüßten ihn mit tosendem Applaus und feierten das Ende eines fast dreijährigen Albtraums nach einer schweren Knieverletzung. Seine Einwechslung machte das Spiel zu einem Moment purer Emotion.
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