
Nach 1:1 gegen Kongo: Portugal benötigt Sieg gegen Usbekistan – Ronaldo im Fokus
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die Demokratische Republik Kongo benötigt Portugal im zweiten Gruppenspiel gegen Usbekistan einen Sieg, während die Rolle von Cristiano Ronaldo kontrovers diskutiert wird.
Mit einem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo ist Portugal in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet. In Houston brachte João Neves die Seleção bereits in der sechsten Minute per Kopf in Führung, doch die kongolesische Mannschaft glich aus. Portugal gelangen insgesamt sieben Torschüsse, nur einer davon auf das Tor – eben jener frühe Treffer. Cristiano Ronaldo, mit 41 Jahren der zweitälteste Spieler des Turniers, verzeichnete 25 Ballkontakte, gab drei Schüsse ab, die allesamt das Ziel verfehlten, und gewann nur einen Zweikampf. Es war einer der Spiele mit der geringsten Beteiligung des Kapitäns in seiner WM-Karriere.
Das Unentschieden löste eine Debatte aus. In portugiesischen Medien wurde die Frage aufgeworfen, ob Ronaldos eingeschränkte Mobilität die Angriffsdynamik hemmt. Flügelspieler Francisco Conceição trat dem in einer Pressekonferenz entgegen: „Wir haben nicht die Verpflichtung, ihm den Ball zuzuspielen. Ich passe zu dem, der am besten positioniert und ungedeckt ist.“ Zugleich würdigte er Ronaldos Vorbildfunktion: „Er ist ein Beispiel durch seine Karriere und den Hunger, den er mit 41 noch zeigt.“ Trainer Roberto Martínez verteidigte seinen Stürmer mit taktischen Argumenten: Ronaldo öffne Räume durch seine Bewegung und sei einer der Besten darin. Innenverteidiger Rúben Dias bezeichnete die Kritik als „Lärm“, der die Mannschaft nicht beeinträchtige.
Die statistische Bilanz zeigt: Ronaldo hat nun in zehn aufeinanderfolgenden Partien bei großen Turnieren (WM und EM) kein Tor erzielt, bei insgesamt 33 Schüssen. Während Lionel Messi am selben Wochenende mit einem Hattrick Argentinien zu einem 3:0 über Algerien führte und auch Kylian Mbappé sowie Harry Kane mit Doppelpacks glänzten, blieb der portugiesische Rekordtorschütze ohne zählbaren Erfolg. In der Gruppe K liegt Portugal mit einem Punkt auf dem dritten Rang, hinter Kolumbien (3 Punkte) und der Demokratischen Republik Kongo (1 Punkt). Usbekistan, das sein Auftaktspiel mit 1:3 gegen Kolumbien verlor, ist Schlusslicht.
Vor dem zweiten Gruppenspiel am Dienstag, erneut in Houston, steht Portugal damit unter Zugzwang. Martínez sagte: „Wir sind stark und fokussiert, die Gruppe ist noch geeinter als zuvor. Enttäuschung ist da, aber Anspannung ist nicht Teil unseres Teams.“ Er kündigte an, die Mannschaft werde über 90 Minuten auf dem Niveau spielen, das sie auszeichne. Alle Spieler mit Ausnahme von Tomás Araújo seien einsatzbereit. Für Usbekistan äußerte Trainer Fabio Cannavaro nach der Niederlage gegen Kolumbien Zuversicht ob der zweiten Halbzeit. Ein Sieg Portugals ist notwendig, um den Anschluss an Kolumbien zu wahren und den Weg in die K.o.-Phase nicht frühzeitig zu gefährden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein junger portugiesischer Flügelspieler fordert die Mannschaft auf, den unermüdlichen Hunger von Cristiano Ronaldo zu erreichen, und sieht im Antrieb des Veteranen den Schlüssel zur Überwindung des Auftakt-Rückschlags. Das Team muss sein Beispiel kanalisieren, um die WM-Kampagne gegen Usbekistan wieder in Gang zu bringen.
Portugals Spieler haben keine Anweisung, Cristiano Ronaldo zu füttern, stellte ein Mitspieler klar und wies Behauptungen zurück, die Präsenz des Stars verzerre ihr Offensivspiel. Passentscheidungen werden auf Basis der besten Option getroffen, nicht des Rufs.
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