
Mindestens 20 Tote nach Sturzflut in Ostafghanistan – über 100 Vermisste
In der Provinz Nuristan haben heftige Monsunregenfälle eine Flutwelle ausgelöst. Die Angaben der Behörden zu Opferzahlen sind widersprüchlich, die Suche nach Vermissten hält an.
In der ostafghanischen Provinz Nuristan sind nach heftigen Regenfällen am Montag mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Personen werden noch vermisst, über 80 weitere erlitten Verletzungen. Die Flutwelle traf vor allem die Provinzhauptstadt Parun sowie umliegende Gebiete nahe der pakistanischen Grenze.
Die nationale Katastrophenschutzbehörde ANDMA meldete, es seien 20 Leichen geborgen worden. Aus dem Büro des Gouverneurs von Nuristan hieß es dagegen, bislang seien neun Tote geborgen und 105 Menschen würden vermisst. Unter den Vermissten befinden sich nach Angaben des Gouverneurssprechers der Bürgermeister von Parun sowie mehrere Regierungsangestellte. Die Rettungs- und Suchaktionen in der abgelegenen Bergregion dauern an, die Behörden warnten vor weiteren schweren Regenfällen in zehn der 34 Provinzen des Landes.
Die Wassermassen zerstörten nach Berichten von Augenzeugen und Hilfsorganisationen das Stadtzentrum von Parun nahezu vollständig. Ein örtlicher NGO-Leiter sagte, die Flut habe das Rathaus, Hotels und Dutzende Geschäfte „vollständig zerstört“. Anwohner suchten ohne schweres Gerät in den Trümmern nach Überlebenden; Felsbrocken, die das Wasser mit sich riss, erschwerten die Arbeiten.
Afghanistan zählt zu den Ländern, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Die Umweltbehörde des Landes hatte erst in diesem Monat vor einer Zunahme von Überschwemmungen gewarnt und auf die humanitären Folgen hingewiesen. In der Region Südasien haben die seit Juni anhaltenden Monsunregen in Indien und Nepal ebenfalls Dutzende Todesopfer gefordert.
Die Angaben zu den Opferzahlen bleiben vorläufig. Während die ANDMA von 20 Toten spricht, hält das Gouverneursbüro an der niedrigeren Zahl geborgener Leichen fest. Eine unabhängige Bestätigung steht aus, die Suchaktionen werden fortgesetzt.
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| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Monsoon rains and climate change exacerbate Afghanistan's vulnerability.
By directly linking the event to monsoon rains and climate change, it creates a frame of environmental inevitability that shifts responsibility from local governance to global factors.
Houses built too close to the river and lack of adequate infrastructure made the catastrophe inevitable.
By highlighting the proximity of houses to the river and the total destruction, it suggests that inadequate urban planning is the root cause, making the disaster foreseeable and preventable.
The missing include the mayor and government employees, testifying to the scale of the disaster.
By focusing on the disappearance of institutional figures, it humanizes the catastrophe and emphasizes that even authorities were not spared, implying inadequate emergency management.
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