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Kriminalität & KatastrophenSonntag, 28. Juni 2026

Mehr als 120 tote Hunde in Massengräbern auf kalifornischem Tierheimgelände entdeckt

Die Behörden ermitteln wegen Tierquälerei und Betrugs gegen ein als „No-Kill“-Einrichtung geführtes Refugium, nachdem Hunderte Tiere spurlos verschwanden und zahlreiche Kadaver mit Schusswunden ausgegraben wurden.

Im Norden Kaliforniens haben Strafverfolgungsbehörden auf dem Gelände des Miranda’s Rescue Animal Sanctuary in Fortuna die sterblichen Überreste von mindestens 117 Hunden sowie 21 Hundeschädel und Hunderte weiterer Knochen freigelegt. Die Ermittler des Humboldt County Sheriff’s Office entdeckten zudem mehr als 600 Hundehalsbänder in einem Bereich, der nach ihrer Einschätzung als Tötungsort diente.

Laut Polizeiangaben wiesen viele der vor Ort geröntgten Kadaver Geschosssplitter auf; bei einem Großteil der Tiere gehen die Ermittler von Schusswunden als Todesursache aus. Die intakten Überreste wurden in verschiedenen Verwesungsstadien aus mehreren flachen Massengräbern geborgen. In einem Stallgebäude lokalisierten die Fahnder einen Raum, in dem die Hunde mutmaßlich getötet wurden. Die Funde stehen im Zentrum einer seit April laufenden Untersuchung wegen des Verdachts auf schwere Tierquälerei, Betrug und Verschwörung.

Zur Zahl der insgesamt abhandengekommenen Tiere gibt es widersprüchliche Angaben. Während das Sheriff’s Office mitteilt, dass in den vergangenen fünf Jahren mehr als 900 Hunde von anderen Tierheimen und Privatpersonen an das Refugium übergeben wurden, davon aber nur etwa 100 Adoptionen nachweisbar seien, berichten italienische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden von einem ungeklärten Fehlbestand von über 700 Tieren allein seit Anfang 2025. Die Polizei betont, die Ermittlungen stünden noch am Anfang; die Sichtung umfangreicher Datenmengen und Zeugenbefragungen werde geraume Zeit in Anspruch nehmen. Ein Motiv für die Tötungen nannten die Behörden nicht – in der europäischen Berichterstattung wird der Fall jedoch als mutmaßliches Geschäftsmodell zur fortgesetzten Vereinnahmung von Übernahme- und Spendenmitteln dargestellt.

Der Gründer der 1998 eingerichteten und als gemeinnützig geführten Rettungsstation, Shannon Miranda, wies die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Das Tierheim verfolge strikt eine No-Kill-Politik; in seltenen Fällen würden jedoch unheilbar kranke oder dauerhaft gefährliche Tiere euthanasiert. In brasilianischen Medien kommt eine Tierschutzaktivistin zu Wort, die nach eigenen Angaben mit einem Mitstreiter bereits im April illegal auf das Gelände eindrang und acht tote Hunde mit Kopfschüssen ausgrub. Ihre Hinweise führten demnach zu den polizeilichen Durchsuchungen. Bislang wurden keine Anklagen erhoben; das Sheriff’s Office kündigte an, die Beweise nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft zu übergeben.

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Mehr als 120 tote Hunde in Massengräbern auf kalifornischem Tierheimgelände entdeckt

Die Behörden ermitteln wegen Tierquälerei und Betrugs gegen ein als „No-Kill“-Einrichtung geführtes Refugium, nachdem Hunderte Tiere spurlos verschwanden und zahlreiche Kadaver mit Schusswunden ausgegraben wurden.

Im Norden Kaliforniens haben Strafverfolgungsbehörden auf dem Gelände des Miranda’s Rescue Animal Sanctuary in Fortuna die sterblichen Überreste von mindestens 117 Hunden sowie 21 Hundeschädel und Hunderte weiterer Knochen freigelegt. Die Ermittler des Humboldt County Sheriff’s Office entdeckten zudem mehr als 600 Hundehalsbänder in einem Bereich, der nach ihrer Einschätzung als Tötungsort diente.

Laut Polizeiangaben wiesen viele der vor Ort geröntgten Kadaver Geschosssplitter auf; bei einem Großteil der Tiere gehen die Ermittler von Schusswunden als Todesursache aus. Die intakten Überreste wurden in verschiedenen Verwesungsstadien aus mehreren flachen Massengräbern geborgen. In einem Stallgebäude lokalisierten die Fahnder einen Raum, in dem die Hunde mutmaßlich getötet wurden. Die Funde stehen im Zentrum einer seit April laufenden Untersuchung wegen des Verdachts auf schwere Tierquälerei, Betrug und Verschwörung.

Zur Zahl der insgesamt abhandengekommenen Tiere gibt es widersprüchliche Angaben. Während das Sheriff’s Office mitteilt, dass in den vergangenen fünf Jahren mehr als 900 Hunde von anderen Tierheimen und Privatpersonen an das Refugium übergeben wurden, davon aber nur etwa 100 Adoptionen nachweisbar seien, berichten italienische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden von einem ungeklärten Fehlbestand von über 700 Tieren allein seit Anfang 2025. Die Polizei betont, die Ermittlungen stünden noch am Anfang; die Sichtung umfangreicher Datenmengen und Zeugenbefragungen werde geraume Zeit in Anspruch nehmen. Ein Motiv für die Tötungen nannten die Behörden nicht – in der europäischen Berichterstattung wird der Fall jedoch als mutmaßliches Geschäftsmodell zur fortgesetzten Vereinnahmung von Übernahme- und Spendenmitteln dargestellt.

Der Gründer der 1998 eingerichteten und als gemeinnützig geführten Rettungsstation, Shannon Miranda, wies die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Das Tierheim verfolge strikt eine No-Kill-Politik; in seltenen Fällen würden jedoch unheilbar kranke oder dauerhaft gefährliche Tiere euthanasiert. In brasilianischen Medien kommt eine Tierschutzaktivistin zu Wort, die nach eigenen Angaben mit einem Mitstreiter bereits im April illegal auf das Gelände eindrang und acht tote Hunde mit Kopfschüssen ausgrub. Ihre Hinweise führten demnach zu den polizeilichen Durchsuchungen. Bislang wurden keine Anklagen erhoben; das Sheriff’s Office kündigte an, die Beweise nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft zu übergeben.

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