
Marokkos Viertelfinal-Hoffnung ohne Saibari: Hamstring-Verletzung stoppt den Torgaranten
Trainer Ouahbi bestätigt den Ausfall des Offensivstars für das WM-Duell mit Frankreich, hofft aber auf eine Rückkehr im Turnier.
Die Nachricht traf die marokkanische Delegation am Vorabend des größten Spiels dieser Weltmeisterschaft: Ismael Saibari, der in jedem Gruppenspiel getroffen und den entscheidenden Elfmeter gegen die Niederlande verwandelt hatte, wird das Viertelfinale gegen Frankreich verpassen. Eine Hamstring-Verletzung, erlitten beim 3:0-Sieg über Kanada, als der offensive Mittelfeldspieler bereits nach 22 Minuten ausgewechselt werden musste, hat sich als zu schwerwiegend erwiesen. „Für ihn kommt dieses Spiel zu früh“, sagte Nationaltrainer Mohamed Ouahbi am Mittwoch in Boston, „aber ich hoffe, dass es nicht das Ende des Turniers für ihn ist.“
Der 25-Jährige, der kurz vor dem Turnier für eine kolportierte Ablösesumme von 50 Millionen Euro von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München gewechselt war, hatte sich zum prägenden Gesicht des marokkanischen Sturms entwickelt. Drei Tore in der Gruppenphase – gegen Schottland, einen weiteren Gegner und im letzten Spiel – machten ihn zum ersten Spieler einer afrikanischen Nation, dem in jeder Gruppenpartie einer WM ein Treffer gelang. Sein Ausfall zwingt Ouahbi zum Umbau: Gegen Kanada rückte Soufiane Rahimi ins Team und erzielte prompt das dritte Tor. Der 30-jährige Stürmer, ein klassischer Mittelstürmer, wird nun aller Voraussicht nach in der Startelf stehen.
Ouahbi ließ keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft trotz des Rückschlags nicht von ihrer Spielidee abrücken werde. „Wir haben eine klare Vorstellung davon, wie wir spielen wollen“, erklärte er und wies die in Teilen der internationalen Presse geäußerte Ansicht zurück, das Erreichen des Viertelfinals sei bereits ein Erfolg. „Wir wollen das Spiel morgen unbedingt gewinnen. Ich mag diese Stimmung nicht, dass wir schon genug erreicht hätten und alles Weitere ein Bonus sei.“ Auch Mittelfeldspieler Brahim Diaz, der bei Real Madrid an der Seite von Kylian Mbappé spielt, unterstrich den Anspruch: „Wir haben gezeigt, dass wir mit den Favoriten mithalten können.“
Die Partie im Gillette Stadium nahe Boston ist eine Neuauflage des Halbfinals von 2022, als Frankreich Marokko mit 2:0 besiegte und damit den historischen Lauf der ersten afrikanischen und arabischen Mannschaft in einem WM-Halbfinale beendete. Beide Teams haben sich seither verändert: Ouahbi übernahm das Amt im März von Walid Regragui, und auf französischer Seite warnt Didier Deschamps vor der „exzellenten Mannschaft mit erstklassigen Individualisten“. Statistische Modelle wie der Opta-Supercomputer sehen Frankreich mit einer Siegwahrscheinlichkeit von 60,9 Prozent in der Favoritenrolle, doch die marokkanische Defensive um Achraf Hakimi und die neu formierte Offensive ohne Saibari haben in diesem Turnier bereits mehrfach überrascht.
Für Marokko geht es nicht nur um eine Revanche, sondern um den erneuten Einzug in die Runde der letzten Vier. Ein Sieg würde die Atlas Lions zum zweiten Mal in Folge unter die besten vier Mannschaften der Welt bringen – eine Konstanz, die im afrikanischen Fußball ohne Beispiel wäre. Der Anpfiff erfolgt am Freitag um 3:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.
| Südostasiatische Presse | +0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
Morocco will not change course: the strategy remains the same, confidence intact.
Repeating the phrase 'no change in strategy' creates a reassuring and stable effect, minimizing the impact of the absence.
Morocco loses its top striker, but the team moves on.
The choice to add no evaluation or emphasis maintains a neutral reporting tone, avoiding creating expectations or alarm.
The Atlas Lions aim for a semi-final return: star Saibari will be missing, but the team is ready.
Including the multi-million transfer detail projects the player's importance and, by contrast, the team's resilience in doing without him.
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