
Kreuzbandriss bei Weltmeisterschaft: Ugartes schweres Trauma und die Folgen für Manchester United
Der uruguayische Mittelfeldspieler zog sich im letzten Gruppenspiel der WM eine Knieverletzung zu, die den Transferplänen des englischen Klubs einen Strich durch die Rechnung macht.
Es geschah in der Schlussphase der ersten Halbzeit des entscheidenden Gruppenspiels zwischen Uruguay und Spanien: Bei dem Versuch, einen Angriff zu unterbinden, verdrehte sich Manuel Ugarte bei einer Grätsche unglücklich das linke Knie und musste unter Schmerzen vom Platz getragen werden. Die Begegnung in Guadalajara endete mit einer Niederlage Uruguays und dem frühen Ausscheiden des Weltmeisters von 1930 und 1950 – als schlechtester Gruppendritter verpasste das Team das Achtelfinale. Für Ugarte war das Turnier damit ohnehin beendet, doch die endgültige Diagnose wenige Tage später wog schwerer: ein Riss des vorderen Kreuzbands, wie uruguayische Medien übereinstimmend berichten und auch der Spieler selbst auf Instagram andeutete, als er von der „schwersten Verletzung, die ein Fußballer erleiden kann“, sprach.
Aus Manchester, wo Ugarte seit 2024 unter Vertrag steht, bestätigte der Klub eine Kniebandverletzung und kündigte weitere Untersuchungen an. Der 25‑Jährige, der für 50,8 Millionen Pfund von Paris Saint‑Germain verpflichtet worden war, hatte sich in der abgelaufenen Saison keinen Stammplatz erobert und galt als Verkaufskandidat für den Sommer. Nun aber sind sämtliche Transferplanungen obsolet: Mit einer Ausfallzeit von mindestens sechs bis zu zwölf Monaten wird Ugarte dem Verein lange fehlen und erst nach vollständiger Genesung wieder auf dem Markt angeboten werden können. Manchester United, das ohnehin einen Umbruch im Mittelfeld anstrebt, muss nun ohne den erhofften Erlös aus dem Verkauf Ugartes planen.
Für den Klub immerhin entlastend wirkt das Klubschutzprogramm der FIFA: Da sich Ugarte die Verletzung bei einem Länderspieleinsatz zugezogen hat, übernimmt der Weltverband ab dem 29. Tag der Behandlung das Gehalt des Spielers. Die Zahlungen belaufen sich auf rund 20 500 Euro pro Tag, was nach Angaben des portugiesischen Blatts „A Bola“ exakt Ugartes Salär entspricht, und sind auf maximal 7,5 Millionen Euro begrenzt. Dieses 2012 eingeführte Instrument, das Vereine vor finanziellen Einbußen durch Länderspielverletzungen schützen soll, kommt hier somit voll zum Tragen.
Für Manchester United bedeutet der langfristige Ausfall Ugartes eine Verschärfung der ohnehin angespannten Personalsituation im Mittelfeld. Bereits vor der Verletzung hatte der Klub eine Verpflichtung des Brasilianers Ederson von Atalanta Bergamo für rund 35 Millionen Pfund vorangetrieben; der Medizincheck verzögert sich allerdings, weil Ederson überraschend in Brasiliens WM‑Kader nachnominiert wurde. Weitere Kandidaten wie der Engländer Elliot Anderson von Nottingham Forest oder der Portugiese Mateus Fernandes von West Ham United sind im Gespräch, doch konkrete Abschlüsse stehen noch aus. Ugartes Diagnose könnte den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen, noch vor Saisonbeginn mehrere neue Kräfte zu verpflichten, um die Lücke zu schließen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Manuel Ugarte hat sich bei der Weltmeisterschaft mit Uruguay einen Kreuzbandriss zugezogen, und nun muss die FIFA sein Gehalt zahlen. Der uruguayische Verband bestätigte die Verletzung, die die Planungen von Manchester United für die nächste Saison durchkreuzt.
Manuel Ugarte bezeichnete seine Knieverletzung als die schlimmste, die ein Fußballer erleiden kann, nachdem er bei Uruguays WM-Niederlage auf einer Trage vom Platz gebracht wurde. Manchester United bestätigte den Schaden und rechnet mit einem monatelangen Ausfall.
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