
Kanadas 6:0-Kantersieg gegen Katar von schwerem Beinbruch überschattet
Ismaël Koné erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch, wurde operiert und fällt aus; der Verursacher Assim Madibo entschuldigte sich persönlich.
Der erste Sieg Kanadas bei einer Fußball-Weltmeisterschaft der Männer – ein 6:0 gegen Katar im zweiten Gruppenspiel – wurde von einem medizinischen Notfall überlagert. In der 51. Minute, beim Stand von 3:0, traf der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo den Kanadier Ismaël Koné mit einer Grätsche von hinten so unglücklich am linken Unterschenkel, dass ein lautes Knacken zu hören war. Koné blieb mit sichtbar deformiertem Bein liegen, Mitspieler und Betreuer bildeten einen Sichtschutz, ehe er unter Sauerstoffgabe und dem Applaus von 52.479 Zuschauern im BC Place von Vancouver auf einer Trage abtransportiert wurde.
Das Spiel selbst war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Jonathan David (2 Tore) und Cyle Larin hatten Kanada früh in Führung gebracht. Katar war nach einer Roten Karte gegen Homam Al Amin bereits in der ersten Halbzeit dezimiert worden. Nach Videobeweis stellte der chilenische Schiedsrichter Cristian Garay auch Madibo vom Platz – wegen groben Foulspiels. Der erst kurz zuvor eingewechselte Nathan Saliba erzielte wenig später per Freistoß das 4:0 und hielt bei seinem Jubel das Trikot mit Konés Nummer 8 in die Kameras.
Aus kanadischer Sicht war die Erschütterung allgegenwärtig. Trainer Jesse Marsch berichtete, man habe „den Knochen brechen hören“; Koné sei „das Herz unserer Mannschaft“. Der Täter selbst suchte nach Abpfiff die kanadische Kabine auf und entschuldigte sich bei Koné und dem gesamten Team – ein Schritt, den Marsch ausdrücklich würdigte. Koné, 24 Jahre alt und in der Elfenbeinküste geboren, meldete sich aus dem Krankenhaus mit einer auf Instagram veröffentlichten Botschaft zu Wort: „Allah hat mich nie im Stich gelassen. Dieser Kampf ist eine Prüfung meines Glaubens und meines Charakters.“ Er kündigte an, vom Spielfeldrand als „Co-Trainer“ zu unterstützen, und versprach eine baldige Rückkehr.
Die medizinische Diagnose bestätigte eine Fraktur von Schien- und Wadenbein. Noch in der Nacht wurde Koné in Vancouver operiert; der Eingriff verlief nach Angaben des kanadischen Verbands erfolgreich. Die Ausfallzeit wird auf vier bis fünf Monate geschätzt. Für seinen italienischen Klub Sassuolo greift damit das Klubschutzprogramm der FIFA: Bei mehr als 28 Tagen Arbeitsunfähigkeit erstattet der Weltverband einen Teil des Gehalts – laut internationalen Medienberichten könnten bei 150 Tagen bis zu 480.000 Pfund (rund 560.000 Euro) fließen.
In der Gruppe B führt Kanada nun mit vier Punkten vor der Schweiz, die ebenfalls vier Zähler aufweist. Das direkte Duell am Mittwoch, wiederum in Vancouver, entscheidet über den Gruppensieg und damit über einen Verbleib im Westen Kanadas für das Achtelfinale. Katar und Bosnien-Herzegowina haben je einen Punkt und benötigen am letzten Spieltag einen Sieg, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Für die Schweiz, die ihrerseits Bosnien mit 4:1 bezwang, wird die personelle Schwächung des kanadischen Mittelfelds um Koné zu einem taktischen Faktor.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein brutales Tackling des Katarers Assim Madibo brach dem kanadischen Mittelfeldspieler Ismaël Koné das Bein und zwang ihn zum Ausstieg aus der WM. Kanadas Trainer äußerte Wut über den Vorfall und die Reaktion der katarischen Bank, während die Rote Karte des Spielers Proteste hervorrief. Die schreckliche Verletzung warf einen dunklen Schatten über den historischen 6:0-Sieg Kanadas.
Nach einem schweren Beinbruch schickte Kanadas Ismaël Koné eine bewegende Botschaft aus dem Krankenhausbett, dankte den Fans und versprach, für seine Teamkollegen zum 'Co-Trainer' zu werden. Die Verletzung überschattete Kanadas WM-Sieg, doch Konés Worte unterstrichen den starken Zusammenhalt der Mannschaft. Er versprach, die erhaltene Unterstützung nie zu vergessen.
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