
Jugendliche in Gefahr: Missbrauch von Aufputschmitteln in Prüfungszeiten nimmt zu
Behörden in Iran und Ghana warnen vor steigendem Substanzmissbrauch unter Jugendlichen, während Experten weltweit vor den Folgen warnen.
Die Sorge vor einem zunehmenden Missbrauch von Aufputschmitteln und illegalen Drogen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen wächst international. In Iran warnte der Leiter der Suchtbekämpfungsbehörde, Soleiman Abbasi, eindringlich vor den Gefahren sogenannter „Prüfungsnacht-Tabletten“. Diese würden von Schülern und Studenten eingenommen, um in der Prüfungsvorbereitung länger wach zu bleiben. Abbasi betonte, dass die Einnahme oft mit harmlosen Mitteln beginne und schnell zu psychotropen Substanzen führe. Bereits nach 15 Tagen könne eine Abhängigkeit entstehen, die nicht nur die akademische Zukunft, sondern auch die soziale und berufliche Perspektive der jungen Menschen gefährde. Er widersprach zugleich dem verbreiteten Vorurteil, Sucht betreffe nur bildungsferne oder arme Schichten; auch unter Akademikern und wirtschaftlich gut Gestellten sei das Problem verbreitet.
In Ghana schlägt die nationale Drogenkontrollbehörde NACOC ebenfalls Alarm. Generaldirektor Brigadier General Maxwell Obuba Mantey suchte die Zusammenarbeit mit der Journalistenvereinigung GJA, um die Aufklärungskampagnen zu verstärken. Anlass war die Vorbereitung auf den Weltdrogentag 2026. Mantey zeigte sich besorgt über die steigende Rate des Substanzmissbrauchs unter Jugendlichen und forderte eine intensivere öffentliche Sensibilisierung. Die Behörde setzt dabei auf eine enge Partnerschaft mit den Medien, um die Botschaft in die Breite der Gesellschaft zu tragen.
Auch in Nigeria verschärft sich die Lage. Experten berichten von einem landesweiten Anstieg des Missbrauchs illegaler Drogen und pharmazeutischer Substanzen. Als Hauptursachen nennen sie die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage, die zunehmende Verfügbarkeit von Betäubungsmitteln sowie Lücken im Vollzug und im Rehabilitationssystem. Von Lagos über Kano bis Port Harcourt und in ländlichen Gebieten konsumieren Jugendliche und Erwachsene im erwerbsfähigen Alter vermehrt Cannabis, Tramadol, codeinhaltige Sirupe, Methamphetamine und andere psychoaktive Substanzen. Dies führe zu erheblichen Risiken für die öffentliche Gesundheit, steigenden Kriminalitätsraten und Produktivitätseinbußen.
Die Entwicklung zeigt, dass der Substanzmissbrauch unter jungen Menschen ein globales Phänomen ist, das von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Faktoren beeinflusst wird. Während in Iran der Fokus auf Aufputschmitteln in Prüfungszeiten liegt, kämpfen westafrikanische Länder mit einem breiteren Spektrum an Drogen. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ergeben sich Lehren aus diesen Berichten: Präventionsarbeit muss früh ansetzen und sowohl Aufklärung über die Gefahren von vermeintlich harmlosen Substanzen als auch den Zugang zu Hilfsangeboten umfassen. Die internationale Zusammenarbeit und der Austausch bewährter Strategien könnten dazu beitragen, den Teufelskreis aus Armut, Verfügbarkeit und Missbrauch zu durchbrechen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Iranian regime warns students against using wakefulness pills during exams, emphasizing they do not improve performance but lead to addiction and loss of future. The narrative is paternalistic and alarmist, condemning those who seek dangerous shortcuts.
The English-speaking sub-Saharan African press reports rising substance abuse among youth, linking it to economic factors and weak rehabilitation systems. The approach is pragmatic, calling for institutional collaboration in awareness campaigns.
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