
Israels wachsende Sorge vor einem übereilten Trump-Deal mit Teheran
Tel Aviv fürchtet einen unvollständigen Atomdeal, der Irans Raketen und Regionalmilizen ausklammert. Die Regierung Netanjahu versucht mit allen Mitteln, die Gespräche zu beeinflussen.
Aus israelischen Sicherheitskreisen dringt eine deutliche Warnung an die Adresse Washingtons: Man fürchte, dass Präsident Trump aus Verhandlungsmüdigkeit einen vorschnellen Kompromiss mit Iran schließen könnte, der zentrale Konfliktpunkte außen vor lässt. Gegenüber CNN zeichneten hochrangige israelische Vertreter das Szenario einer Teilvereinbarung, die das iranische Urananreicherungsprogramm weitgehend unangetastet ließe und weder die ballistischen Raketen noch das Netz regionaler Stellvertretermilizen adressiere. Eine solche Einigung, so die Befürchtung in Tel Aviv, ließe den begonnenen Krieg gegen die Islamische Republik faktisch unvollendet. Die israelische Regierung versuche deshalb mit „aller Macht“, auf den Verhandlungsverlauf Einfluss zu nehmen.
In Washington selbst zeichnet sich derweil eine Spaltung der politischen Prioritäten ab. Während der Präsident und sein Team die nukleare Nonproliferation ins Zentrum stellen, drängen zwanzig Abgeordnete beider Parteien des Repräsentantenhauses in einem Brief an die britische Regierung darauf, die Einstufung der Iranischen Revolutionsgarden als terroristische Organisation zu beschleunigen. London zögert bislang, die entsprechende Gesetzgebung voranzutreiben – jeder Tag des Zögerns, so die Abgeordneten, lasse die Garden neuen Spielraum gewinnen. Diese Forderung nach einem härteren Kurs deckt sich mit einer Lageeinschätzung aus israelischer Perspektive, die in der Zeitung „Yediot Ahronot“ zitiert wurde: Trump stünden im Grunde nur zwei Optionen offen – eine begrenzte, kontrollierte Militäraktion oder ein zeitlich befristetes Abkommen, das zumindest die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz ermöglichen würde.
Betrachtet man die Dynamik aus Teheraner Sicht, so ist die iranische Führung offenbar bereit, in Gespräche einzusteigen, solange die roten Linien – vor allem der Erhalt des zivilen Nuklearprogramms und der Einfluss über die Regionalmilizen – nicht angetastet werden. Genau diese Punkte aber sind es, die Israel als nicht verhandelbar betrachtet. Die israelische Regierung hat deutlich gemacht, dass sie ein Abkommen, das jene Fragen ausklammert, als unzureichend betrachten würde. Zudem wächst in Tel Aviv das Unbehagen angesichts der hohen Kosten des Krieges: Allein die US-Ausgaben nähern sich inzwischen einer kritischen Schwelle.
Ein solcher Teildeal, so die Einschätzung unabhängiger Analysten, könnte eine kurze Atempause bringen, aber keine nachhaltige Stabilität. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten angewiesen sind, um Handelswege und Energieversorgung zu sichern, wäre ein solches Szenario höchst riskant. Die Gefahr eines erneuten Aufflammens der Kampfhandlungen bliebe latent, während die Revolutionsgarden gestärkt aus einer Teilvereinbarung hervorgehen könnten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trump tatsächlich zu einem übereilten Kompromiss neigt oder ob der Druck aus Israel und dem Kongress einen umfassenderen Rahmen erzwingt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Iranische Medien berichten über israelische Sorgen vor einem Trump-Deal mit Teheran und stellen sie als Zeichen der Frustration Tel Avivs angesichts einer möglichen diplomatischen Lösung dar. Sie betonen, dass Israel fürchtet, den Vorwand für den Krieg zu verlieren, während Iran seine Verhandlungsposition hält.
Israelische Medien schlagen Alarm wegen eines möglichen übereilten Trump-Deals mit dem Iran, der Teherans Atomprogramm teilweise intakt lassen und ballistische Raketen sowie regionale Stellvertreter ignorieren könnte. Anonyme Quellen warnen, dass ein solches Abkommen als unvollendeter Krieg betrachtet würde und die Gefahr besteht, dass Trump aus Verhandlungsmüdigkeit zu viele Zugeständnisse macht.
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