
Singapur erobert Spitze des IMD-Wettbewerbsrankings zurück – Schweiz auf Rang drei
Während asiatische Ökonomien ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen, kämpfen europäische Standorte mit Handelskonflikten und Investitionsrückgang; auch die Energiewende stagniert weltweit.
Die globale Rangliste der Wettbewerbsfähigkeit hat eine neue alte Spitze: Singapur verdrängt die Schweiz und kehrt an die erste Position des IMD World Competitiveness Ranking zurück, das jährlich 70 Volkswirtschaften bewertet. Hongkong festigt mit Rang zwei die asiatische Dominanz, Taiwan erreicht mit Platz vier einen historischen Höchststand. Die Schweiz, im Vorjahr noch führend, rutscht auf den dritten Platz ab – belastet von hohen US-Zöllen, einem starken Franken und rückläufigen ausländischen Direktinvestitionen. Aus Lausanner Perspektive zeigt sich, dass selbst bewährte Stärken in institutioneller Stabilität und Infrastruktur den Einbruch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht kompensieren konnten.
Für Europa zeichnet das Ranking ein durchwachsenes Bild. Deutschland fällt um vier Ränge auf Platz 23 zurück, Dänemark büsst zwei Positionen ein, während die Niederlande und Irland sich behaupten. Die geopolitischen Verwerfungen und Handelskonflikte hinterlassen deutliche Spuren in der Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents. Parallel dazu veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum seinen Energie-Transitions-Index, der eine Stagnation der globalen Energiewende belegt: Die durchschnittliche Bereitschaft zur Umsetzung sauberer Energien sank so stark wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Zwar führen Schweden, Finnland und Dänemark diese Rangliste an, doch der weltweite Fortschritt stockt, weil die Ressourcen nicht mehr ausreichen, um das Tempo zu halten.
Aus Washingtoner Sicht ist die Rückkehr der USA in die Top Ten des IMD-Rankings ein Lichtblick, doch für Lateinamerika verdüstert sich das Bild. Mexiko stürzt um sieben Plätze auf Rang 62 ab, Kolumbien fällt auf Platz 59, Brasilien rangiert auf 65, und nur Chile kann sich mit Rang 43 einigermassen behaupten. Auch im Energie-Transitions-Index verliert Mexiko an Boden und belegt Platz 59 von 120 Ländern. Die schwache Infrastruktur und mangelnde Regierungseffizienz erweisen sich als strukturelle Bremsen, die durch geopolitische Unsicherheit noch verstärkt werden.
In Asien hingegen setzen Reformen und Exportdynamik Akzente. Malaysia springt um acht Ränge auf Platz 15 – der beste Wert seit einem Jahrzehnt – und führt dies auf eine gesteigerte Regierungseffizienz zurück, die innerhalb eines Jahres um elf Plätze kletterte. Taiwan profitiert von robustem BIP- und Exportwachstum sowie institutioneller Stabilität. Die Ranglisten zeigen, dass in einer fragmentierten Weltwirtschaft jene Standorte punkten, die Handelskonflikte durch Agilität und gezielte Strukturreformen abfedern. Die nachlassende Dynamik der Energiewende mahnt indes, dass Wettbewerbsfähigkeit künftig noch stärker an nachhaltige Transformationsfähigkeit gekoppelt sein wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 3 Sprachen
Hongkong glänzt mit einem doppelten Erfolg: Platz zwei in der globalen Wettbewerbsfähigkeit und erstmals zwei Universitäten unter den Top 20 weltweit. Das Bildungssystem der Stadt ist das am stärksten verbesserte Asiens im zweiten Jahr in Folge, während die Wirtschaft eine Widerstandsfähigkeit zeigt, die zu einem Siebenjahreshoch führt.
Die Schweiz verliert ihre Wettbewerbskrone, rutscht von Platz eins auf drei, während Singapur wieder an die Spitze gelangt und Hongkong auf Rang zwei klettert. Europas Niedergang ist deutlich: Auch Deutschland fällt zurück, belastet von Handelskonflikten und Wirtschaftsschwäche. Hongkong verbessert sich das dritte Jahr in Folge, getragen von starken Wirtschaftsergebnissen.
Verwandte Artikel
Familie Messi bestätigt Erkrankung des Vaters und weist Spekulationen zurück
9 Sprachen · 28 Quellen
Media & EntertainmentVorbestellungen für GTA VI starten am 25. Juni – Rockstar Games enthüllt offizielles Cover
6 Sprachen · 12 Quellen
Defense & SecurityErneuter Angriff auf Flughafen in Niamey fordert 13 Tote unter Sicherheitskräften und Zivilisten
5 Sprachen · 13 Quellen