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Ausgabe von 06:00 CETSonntag, 28. Juni 2026
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Kriminalität & KatastrophenSamstag, 27. Juni 2026

Gewaltsame Tode von Frauen in mehreren Ländern: Partner unter Verdacht

In Brasilien, Italien, Frankreich und Ghana sind binnen weniger Tage Frauen getötet worden; in drei Fällen wurden Lebensgefährten festgenommen oder als mutmaßliche Täter identifiziert.

In Correntina im brasilianischen Bundesstaat Bahia, in Ceriana in der italienischen Region Ligurien, in Amiens in Nordfrankreich sowie in Somanya im Osten Ghanas sind innerhalb weniger Tage Frauen unter gewaltsamen Umständen ums Leben gekommen. In drei der vier Fälle richtet sich der Verdacht gegen den aktuellen oder ehemaligen Lebenspartner; in einem Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt, die Identität der Toten ist noch ungeklärt.

In Correntina wurde eine Frau am Freitag in einem Linienbus von ihrem Ex-Partner erschossen, wie die Polizei in Bahia mitteilte. Der Mann flüchtete und wurde später erhängt aufgefunden. Die Behörden stufen die Tat als Femizid ein. In Ceriana wurde eine etwa 50-jährige Frau tot in einem abgelegenen Haus aufgefunden; ihr Lebensgefährte stellte sich den Carabinieri und gestand nach Angaben der Staatsanwaltschaft Imperia, sie getötet zu haben. Die genaue Todesursache ist noch nicht amtlich bestätigt: Während einige italienische Medien von Strangulation berichten, sprechen andere von Ersticken mit einem Kissen. In Amiens nahm die Polizei in der Nacht zum Samstag den Partner einer 21-Jährigen fest, die in einer Wohnung durch eine Stichwaffe getötet worden war. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme, äußerte sich aber zunächst nicht zu den Hintergründen. In Somanya entdeckten Anwohner am Donnerstag eine stark verweste Frauenleiche, die an einem Baum hing. Die örtliche Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, da Spuren auf eine vorangegangene Gewalteinwirkung hindeuten. Die Identität der Toten ist bislang nicht geklärt.

In den italienischen Fällen gibt es widersprüchliche Darstellungen zum Tathergang. Während erste Meldungen von einer Strangulation sprachen, berichteten spätere Quellen unter Berufung auf das Geständnis des Mannes von einer Tötung durch ein Kissen. Die Ermittler in Imperia haben eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache festzustellen. In Ghana erschwert der fortgeschrittene Verwesungszustand die Identifizierung; die Polizei prüft Vermisstenanzeigen, darunter die einer Studentin der University of Environment and Sustainable Development, konnte die Tote jedoch noch keiner vermissten Person zuordnen. In Brasilien und Frankreich sind die Tatabläufe nach Behördenangaben weitgehend geklärt, die Motive bleiben jedoch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Vorfälle reihen sich in eine anhaltende Serie von Tötungsdelikten an Frauen durch Partner oder Ex-Partner ein. Nach offiziellen französischen Zahlen wurden im Jahr 2024 landesweit 107 Frauen durch ihren aktuellen oder früheren Lebensgefährten getötet, ein Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Brasilien wird der Fall in Bahia als feminicídio geführt, eine strafrechtliche Qualifikation, die geschlechtsspezifische Gewalt hervorhebt. Die Ermittlungen in allen vier Ländern dauern an; in Italien und Frankreich befinden sich die Tatverdächtigen in Gewahrsam, in Ghana sucht die Polizei weiter nach der Identität der Toten und möglichen Tatbeteiligten.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
Pragmatismus

In Brasilien wurde eine Frau von ihrem Ex-Partner in einem Bus im ländlichen Correntina, Bahia, erschossen. Die Behörden untersuchen den Fall als Femizid. Der Verdächtige stieg in das Fahrzeug und griff das Opfer an, das auf einer regulären Strecke zwischen der Stadt und einer ländlichen Gemeinde unterwegs war.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
AlarmEmpörung

Eine Welle von Femiziden hat innerhalb weniger Tage Gemeinden in Italien und Frankreich erschüttert. In Ceriana wurde eine Frau von ihrem Partner erdrosselt und eine andere mit einem Kissen erstickt, während in Amiens eine junge Frau erstochen wurde. Die Täter, allesamt aktuelle oder ehemalige Partner, wurden festgenommen oder haben sich gestellt, während die öffentliche Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt an Fahrt aufnimmt.

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Samstag, 27. Juni 2026

Gewaltsame Tode von Frauen in mehreren Ländern: Partner unter Verdacht

In Brasilien, Italien, Frankreich und Ghana sind binnen weniger Tage Frauen getötet worden; in drei Fällen wurden Lebensgefährten festgenommen oder als mutmaßliche Täter identifiziert.

In Correntina im brasilianischen Bundesstaat Bahia, in Ceriana in der italienischen Region Ligurien, in Amiens in Nordfrankreich sowie in Somanya im Osten Ghanas sind innerhalb weniger Tage Frauen unter gewaltsamen Umständen ums Leben gekommen. In drei der vier Fälle richtet sich der Verdacht gegen den aktuellen oder ehemaligen Lebenspartner; in einem Fall ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt, die Identität der Toten ist noch ungeklärt.

In Correntina wurde eine Frau am Freitag in einem Linienbus von ihrem Ex-Partner erschossen, wie die Polizei in Bahia mitteilte. Der Mann flüchtete und wurde später erhängt aufgefunden. Die Behörden stufen die Tat als Femizid ein. In Ceriana wurde eine etwa 50-jährige Frau tot in einem abgelegenen Haus aufgefunden; ihr Lebensgefährte stellte sich den Carabinieri und gestand nach Angaben der Staatsanwaltschaft Imperia, sie getötet zu haben. Die genaue Todesursache ist noch nicht amtlich bestätigt: Während einige italienische Medien von Strangulation berichten, sprechen andere von Ersticken mit einem Kissen. In Amiens nahm die Polizei in der Nacht zum Samstag den Partner einer 21-Jährigen fest, die in einer Wohnung durch eine Stichwaffe getötet worden war. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme, äußerte sich aber zunächst nicht zu den Hintergründen. In Somanya entdeckten Anwohner am Donnerstag eine stark verweste Frauenleiche, die an einem Baum hing. Die örtliche Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, da Spuren auf eine vorangegangene Gewalteinwirkung hindeuten. Die Identität der Toten ist bislang nicht geklärt.

In den italienischen Fällen gibt es widersprüchliche Darstellungen zum Tathergang. Während erste Meldungen von einer Strangulation sprachen, berichteten spätere Quellen unter Berufung auf das Geständnis des Mannes von einer Tötung durch ein Kissen. Die Ermittler in Imperia haben eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache festzustellen. In Ghana erschwert der fortgeschrittene Verwesungszustand die Identifizierung; die Polizei prüft Vermisstenanzeigen, darunter die einer Studentin der University of Environment and Sustainable Development, konnte die Tote jedoch noch keiner vermissten Person zuordnen. In Brasilien und Frankreich sind die Tatabläufe nach Behördenangaben weitgehend geklärt, die Motive bleiben jedoch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Vorfälle reihen sich in eine anhaltende Serie von Tötungsdelikten an Frauen durch Partner oder Ex-Partner ein. Nach offiziellen französischen Zahlen wurden im Jahr 2024 landesweit 107 Frauen durch ihren aktuellen oder früheren Lebensgefährten getötet, ein Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Brasilien wird der Fall in Bahia als feminicídio geführt, eine strafrechtliche Qualifikation, die geschlechtsspezifische Gewalt hervorhebt. Die Ermittlungen in allen vier Ländern dauern an; in Italien und Frankreich befinden sich die Tatverdächtigen in Gewahrsam, in Ghana sucht die Polizei weiter nach der Identität der Toten und möglichen Tatbeteiligten.

Divergenz der Quellen

Kriminalität & Katastrophen · 6 Quellen · 1 Sprache

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Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Neutral30%
Kritisch70%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse/ Markt
Pragmatismus

In Brasilien wurde eine Frau von ihrem Ex-Partner in einem Bus im ländlichen Correntina, Bahia, erschossen. Die Behörden untersuchen den Fall als Femizid. Der Verdächtige stieg in das Fahrzeug und griff das Opfer an, das auf einer regulären Strecke zwischen der Stadt und einer ländlichen Gemeinde unterwegs war.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
AlarmEmpörung

Eine Welle von Femiziden hat innerhalb weniger Tage Gemeinden in Italien und Frankreich erschüttert. In Ceriana wurde eine Frau von ihrem Partner erdrosselt und eine andere mit einem Kissen erstickt, während in Amiens eine junge Frau erstochen wurde. Die Täter, allesamt aktuelle oder ehemalige Partner, wurden festgenommen oder haben sich gestellt, während die öffentliche Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt an Fahrt aufnimmt.

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