
Gabbards letzter Akt: Vorwürfe gegen Fauci und ein Führungsvakuum im US-Geheimdienst
Am letzten Tag ihrer Amtszeit veröffentlichte die scheidende US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard Dokumente zu Covid-19-Ursprüngen, während die Nachfolge durch einen von Präsident Trump blockierten Kandidaten und einen umstrittenen Interimschef ins Stocken gerät.
An ihrem letzten Tag als Direktorin der nationalen Nachrichtendienste (DNI) hat Tulsi Gabbard zuvor als geheim eingestufte Unterlagen freigegeben, die nach Darstellung ihres Büros belegen sollen, dass der frühere medizinische Chefberater des Weißen Hauses, Anthony Fauci, Forschung mit erhöhtem Gefahrenpotenzial am Wuhan-Institut für Virologie in China mit US-Steuermitteln finanzierte und anschließend die Bewertungen der Nachrichtendienste zum Ursprung der Pandemie beeinflusste. Das Büro des DNI (ODNI) erklärte, die Dokumente enthielten Kommunikation zwischen Fauci und Geheimdienstmitarbeitern und zeigten, dass vom Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten finanzierte Wissenschaftler an der Beratung der Dienste beteiligt waren. Gabbard warf Fauci vor, mit "politisierten Elementen" innerhalb der Geheimdienste zusammengearbeitet zu haben, um die Wahrheit über seine Handlungen zu unterdrücken und die Laborleck-Hypothese zu verschleiern, und beschuldigte ihn, 2024 unter Eid vor dem Kongress falsch ausgesagt zu haben. Fauci selbst hat frühere Vorwürfe dieser Art als "absurd" zurückgewiesen; sein Büro äußerte sich zunächst nicht zu den neuen Veröffentlichungen.
Aus Washingtoner Sicht fällt die Veröffentlichung in eine Phase erheblicher Spannungen um die Führung des Geheimdienstapparats. Präsident Donald Trump hatte die für Mittwoch angesetzte Anhörung seines designierten DNI-Kandidaten Jay Clayton im Senat überraschend blockiert und zur Bedingung gemacht, dass zuvor ein von ihm gewünschter Bundesstaatsanwalt bestätigt werde. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Senator Tom Cotton, sagte die Sitzung daraufhin ab. Übergangsweise hat Trump den Bauunternehmer und bisherigen Wohnungsbaubeauftragten Bill Pulte als kommissarischen Direktor eingesetzt. Pulte, der über keine nachrichtendienstliche Erfahrung verfügt, traf nach Berichten von CNN bereits vor Amtsantritt in der Behörde ein und forderte eine vollständige Mitarbeiterliste an, was Spekulationen über massive Stellenstreichungen auslöste. Senatoren beider Parteien, darunter der demokratische Abgeordnete Jim Himes und der republikanische Mehrheitsführer John Thune, äußerten Bedenken, Pulte könne den Apparat für politische Zwecke instrumentalisieren. Gabbard selbst hatte die Belegschaft des ODNI zuvor bereits um rund 40 Prozent reduziert.
Parallel zu den Personalquerelen verzögert das Weiße Haus die Veröffentlichung eines internen Berichts über Sicherheitslücken bei Wahlmaschinen. Laut mit den Vorgängen vertrauten Personen kommt die vom ODNI erstellte Studie zu dem Schluss, dass die Geräte durch Software-Aktualisierungen besser geschützt werden könnten, stellt jedoch keine Manipulation von Stimmen fest. Einige Beamte im Weißen Haus argumentieren dem Vernehmen nach, der Bericht könne das Vertrauen der Wähler – insbesondere unter Republikanern – untergraben, während andere ihn als nicht weitgehend genug zur Untermauerung von Trumps unbelegten Betrugsvorwürfen ansehen. Die Studie ist Teil einer breiteren Anstrengung der Administration, nach einer von Trump im Februar 2025 unterzeichneten Executive Order die Bundesaufsicht über Wahlen auszuweiten, obwohl die Verfassung die Zuständigkeit den Bundesstaaten zuweist.
Die freigegebenen Covid-19-Dokumente enthalten nach Angaben des ODNI auch Zeugenaussagen von Hinweisgebern, die angaben, Analysten, die die Laborleck-Theorie stützten, seien marginalisiert und mit beruflichen Nachteilen bedroht worden. Viele der vorgelegten Schriftstücke sind stark geschwärzt; Kritiker merken an, sie lieferten keinen endgültigen Beweis für eine gezielte Vertuschung. Die Veröffentlichung reiht sich ein in eine Serie von Freigaben Gabbards, darunter eine frühere Mitteilung über US-finanzierte Biolabore in mehr als 30 Ländern. Der frühere Präsident Joe Biden hatte Fauci in seinen letzten Amtsstunden im Januar 2025 eine präventive Begnadigung gewährt, was nach Darstellung des ODNI nun neue Fragen aufwirft. Die Bestätigung Claytons bleibt vorerst blockiert, während Pulte die Amtsgeschäfte führt und der Bericht zu Wahlmaschinen weiterhin unveröffentlicht ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 2 Sprachen
Indische und südasiatische Medien rahmen die Geschichte als explosive Enthüllung: Die scheidende Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard beschuldigt Anthony Fauci, gefährliche Forschung in Wuhan finanziert und Beweise für ein Laborleck unterdrückt zu haben. Die Darstellung hebt 'nie zuvor gesehene' Dokumente hervor, die angeblich eine Vertuschung an der Spitze des US-Gesundheitsestablishments aufdecken, und stilisiert Gabbard zur Whistleblowerin, die die lang erwartete Wahrheit ans Licht bringt.
Chinesischsprachige Medien außerhalb des chinesischen Festlands behandeln die Vorwürfe als große Enthüllung und betonen, dass Gabbard an ihrem letzten Tag Fauci beschuldigte, Steuergelder für gefährliche Coronavirus-Forschung in Wuhan verwendet und den Kongress in die Irre geführt zu haben. Die Berichterstattung unterstreicht die Behauptung, der Ursprung der Pandemie sei ein absichtlich vertuschter Laborunfall, und stellt die Dokumentenveröffentlichung als Schritt in Richtung Rechenschaftspflicht dar.
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