
Festnahmen nach Gewaltakten und Einbrüchen in mehreren Ländern
In Italien griff ein Hausbesitzer einen Eindringling mit einem Messer an, während in Brasilien, Australien und Kanada weitere mutmaßliche Täter festgenommen wurden.
In Ramacca in der italienischen Provinz Catania hat ein 50-jähriger Hausbesitzer in der Nacht zum Donnerstag einen Einbrecher mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt. Laut übereinstimmenden Berichten italienischer Nachrichtenagenturen und der Carabinieri überraschte der Bewohner den 37-jährigen, maskierten Mann aus Osteuropa in seinem Haus, woraufhin es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kam. Der Eindringling flüchtete zunächst, wurde jedoch wenig später von den Carabinieri in der Nähe des Tatorts aufgegriffen und unter dem Vorwurf des Wohnungseinbruchs und schwerer Körperverletzung festgenommen. Er liegt in einem Krankenhaus in Caltagirone unter Polizeibewachung, sein Zustand ist kritisch. Die Ermittler prüfen, ob der Hausbesitzer in Notwehr handelte – eine Frage, die in Italien rechtlich genau bewertet wird.
Nahezu zeitgleich kam es in Sorocaba im brasilianischen Bundesstaat São Paulo zu einem Messerangriff. Wie die Guarda Civil Municipal mitteilte, nahm sie einen 32-jährigen Mann wegen versuchter Tötung fest, nachdem er einen 52-Jährigen mit Stichverletzungen an Brust und Bauch schwer verletzt hatte. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und wartete auf eine Operation. In Oeiras do Pará im Amazonasgebiet erlitt ein Einbrecher einen Stromschlag, als er Solarpaneele von einem Wohnhaus stehlen wollte. Der Mann wurde nach Angaben der örtlichen Polizei wenige Stunden später festgenommen; er trug noch die durch die Überwachungskameras dokumentierte Kleidung. In beiden brasilianischen Fällen dauern die Ermittlungen an.
Ebenfalls am Mittwoch und Donnerstag wurden in Australien und Kanada mutmaßliche Straftäter gefasst. Im australischen Beenleigh nahe Brisbane nahm die Polizei einen 41-Jährigen fest, der innerhalb einer Stunde zwei Frauen in ihren Fahrzeugen attackiert haben soll. Der Mann warf eine Flasche durch ein Fenster und trat gegen Autotüren; verletzt wurde niemand schwer. In Cape Breton im Osten Kanadas wurde ein 32-jähriger Mann nach einem versuchten Einbruch in eine Autowerkstatt gestellt, der zuvor mit einem Brecheisen versucht hatte, in das Gebäude einzudringen. In St. John’s auf Neufundland fuhr ein alkoholisierter Fahrer ein sechsjähriges Kind an und flüchtete, konnte aber dank Zeugenhinweisen rasch gefasst werden. Der Junge schwebt nach Behördenangaben in Lebensgefahr.
In allen geschilderten Fällen sind die Beschuldigten in Gewahrsam. Offen ist insbesondere in Italien die strafrechtliche Bewertung der Abwehrhandlung des Hausbesitzers; erste Angaben der Carabinieri deuten auf eine Notwehrlage hin, eine abschließende Entscheidung der Justiz steht aus. Die Ermittlungen in den weiteren Ländern sind nicht abgeschlossen.
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