
Mindestens zehn Tote bei gegenseitigen Angriffen zwischen Russland und der Ukraine
Luftschläge auf Kiew, Charkiw und Tschernihiw sowie ukrainische Drohnenangriffe auf besetzte Gebiete und die russische Grenzregion Belgorod verdeutlichen den anhaltenden gegenseitigen Beschuss im fünften Kriegsjahr.
Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, intensivierten sich die gegenseitigen Luftangriffe zwischen Russland und der Ukraine erneut und forderten nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten mindestens zehn Todesopfer. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew schlugen ballistische Raketen ein und verletzten nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko drei Zivilisten. In Charkiw tötete ein russischer Drohnenangriff eine Frau und verwundete neun weitere Menschen, darunter zwei Kinder. Ein weiterer Drohnenschlag auf einen Supermarkt in Tschernihiw im Norden des Landes kostete zwei Menschen das Leben, darunter ein zehnjähriges Kind; 13 Personen wurden verletzt. Nach Berichten der örtlichen Behörden richteten sich die Attacken auch gegen Saporischschja, wo ein russischer Gleitbombenangriff einen Mann tötete und sechs Personen verletzte. Insgesamt habe Russland in der Nacht nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe acht Raketen und 136 Drohnen eingesetzt, von denen ein Teil trotz Abwehrmaßnahmen seine Ziele erreichte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte insbesondere den Angriff auf den Supermarkt in Tschernihiw als "zutiefst zynischen Drohnenschlag auf einen gewöhnlichen Supermarkt" und forderte die westlichen Partner erneut auf, die Lieferung ballistischer Abwehrsysteme zu beschleunigen. Aus ukrainischer Sicht belegen die Attacken – darunter auch ein folgenreicher russischer Raketenangriff vom Freitag auf ein Treffen der Rüstungsindustrie nahe Kiew mit zehn Toten und rund hundert Verletzten – eine bewusste Eskalation gegen zivile Infrastruktur. In Kiew kursierten nach dem nächtlichen Beschuss Bilder von Brandherden in den zentralen Stadtteilen, während Rettungskräfte in Charkiw ein eingestürztes Einfamilienhaus durchsuchten. In Saporischschja löschten Einsatzkräfte einen Brand im Einkaufszentrum.
Auf russischer Seite und in den von Moskau besetzten Gebieten meldeten die Behörden ebenfalls zivile Opfer durch ukrainische Angriffe. In der ostukrainischen Stadt Horliwka, die seit 2022 unter russischer Kontrolle steht, kamen nach Angaben des von Moskau eingesetzten Bürgermeisters vier Menschen ums Leben, als eine ukrainische Drohne eine Bushaltestelle traf; sieben weitere wurden verletzt. Ein weiterer Todesfall wurde aus der besetzten Region Cherson gemeldet. Zudem starb ein Zivilist im russischen Grenzdorf Smorodino in der Region Belgorod durch einen ukrainischen Drohnenangriff. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine nächtlichen Raketenangriffe hätten militärische Ziele gegolten – insbesondere Einrichtungen zur Drohnenproduktion in Kiew und Hafeninfrastruktur in der Oblast Odessa. Zudem habe die russische Luftabwehr 133 ukrainische Drohnen über Russland, dem Schwarzen Meer und der annektierten Krim abgeschossen.
Die Vorfälle reihen sich in eine Spirale wechselseitiger Schläge ein, die in den vergangenen Tagen an Heftigkeit zugenommen hat. Am Samstag waren bei einem von Moskau der Ukraine zugeschriebenen Angriff auf eine von Russland besetzte Ortschaft am Asowschen Meer zwölf Menschen getötet worden. Die USA-geführten Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des seit 2022 andauernden Krieges stecken nach Angaben aus Washington fest. Während der Kreml bekräftigt, die gesamte Ostukraine unter seine Kontrolle bringen zu wollen, dringt Kiew mit seiner Drohnenkampagne zunehmend auf russisches Territorium vor, um Treibstoffengpässe und Druck auf die militärische Logistik zu erzeugen. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärte, die ukrainische Position sei "so stark wie noch nie seit Kriegsbeginn", und rief die Partner zu fortgesetzter Unterstützung auf. Ein diplomatischer Durchbruch ist derzeit nicht absehbar.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.10 | neutral |
The Russian attack on a Chernihiv supermarket killed a 10-year-old child, demonstrating the brutality of the aggressor.
Focusing on a single innocent victim (a child) amplifies emotional reaction and pins responsibility on Russia, making any further consideration superfluous.
Ukrainian drone attacks that caused civilian casualties in Russian-occupied areas are omitted, which could have mitigated the unilateral condemnation.
Ukrainian drones are crippling the Russian army, while Russia continues to terrorize Ukrainian cities.
By juxtaposing Ukrainian military success with Russian attacks, a symmetry of capabilities is created that legitimizes Ukrainian resistance and downplays the severity of Russian attacks.
The exact civilian death toll from Russian attacks and the fact that Russia hit a supermarket killing a child are omitted, which could have shifted focus to civilian suffering.
Both sides are hitting civilian targets, and diplomacy is not moving forward.
Claims from both sides are presented without taking a position, creating an impression of moral equivalence that favors a neutral stance.
The detail that the Russian supermarket attack killed a child is omitted, which could have upset the symmetry.
Ukrainian strikes cause more civilian casualties than Russian ones on this day.
By highlighting the death toll from Ukrainian strikes, it suggests that Ukraine is at least equally responsible for civilian suffering, balancing the narrative.
The context that the areas struck by Ukraine are under Russian occupation and that the Russian supermarket attack killed a child are omitted, which could have justified Ukrainian strikes as self-defense.
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