
Undavs Doppelpack rettet Deutschland: 2:1-Sieg gegen Elfenbeinküste
Mit zwei Treffern in der Schlussphase wendete der eingewechselte Deniz Undav die drohende Niederlage und buchte vorzeitig das Achtelfinalticket.
Erst in der Nachspielzeit erlöste Deniz Undav die deutsche Mannschaft: Sein zweites Tor an diesem Nachmittag im BMO Field von Toronto sicherte Deutschland einen 2:1-Erfolg über die Elfenbeinküste und damit den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale der Weltmeisterschaft. Nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao hatte das Team von Julian Nagelsmann erst nach einer dramatischen Schlussphase die drei Punkte eingefahren.
Dabei sah es lange nach einer Überraschung aus. Von Beginn an bestimmte Deutschland das Geschehen und kam zu guten Möglichkeiten: Kai Havertz scheiterte per Kopf an Yahia Fofana (10.), Aleksandar Pavlovic köpfte kurz darauf zum vermeintlichen 1:0 ein, doch Schiedsrichter Juan Benítez entschied auf Stürmerfoul (21.). Die Elfenbeinküste lauerte auf Konter, und nach einer halben Stunde schlug sie zu: Yan Diomandé überlief Joshua Kimmich auf der linken Seite, seine flache Hereingabe klärte Nathaniel Brown noch vor Amad Diallo, doch Franck Kessié schoss den Abpraller ins Netz (30.). Selbst ein zweiter Treffer von Havertz fand wegen eines Fouls von Jamal Musiala keine Anerkennung. So ging Deutschland mit einem Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel tat sich die deutsche Elf weiter schwer, die kompakte Defensive der Afrikaner zu durchbrechen. Nagelsmann brachte mit Nadiem Amiri und Undav frische Offensivkräfte – und wurde belohnt: Eine präzise Flanke von Amiri verwertete Undav aus kurzer Distanz zum Ausgleich (68.). In der Folge drängte Deutschland auf den Sieg, während die Elfenbeinküste noch zu gefährlichen Kontern kam. Fofana parierte mehrfach stark, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit war er machtlos: Felix Nmecha spielte einen feinen Pass in den Strafraum, Undav nahm den Ball an und drehte sich zum 2:1-Endstand ein. Die Freude über die gelungene Wende war groß, gleichbedeutend mit der ersten Achtelfinalteilnahme seit dem Titelgewinn 2014.
Mit dem Sieg führt Deutschland die Gruppe E mit sechs Punkten an und hat sich bereits für die K.-o.-Phase qualifiziert. Die Elfenbeinküste bleibt bei drei Zählern und muss im letzten Gruppenspiel gegen Curaçao gewinnen, um die Runde der letzten 32 zu erreichen. Deutschland trifft zeitgleich auf Ecuador, das ebenfalls noch Chancen auf das Weiterkommen hat.
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