
Banken und Bergbau boomen: Schwellenländer senden positive Konjunktursignale
Steigende Gewinne bei Nigerias FCMB, Indonesiens BTN, ein boomender Bergbau in Südafrika und höhere Staatseinnahmen in Kenia signalisieren eine breite Erholung – mit Chancen für deutsche Exporteure.
Die nigerianische FCMB Group meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Vorsteuergewinn von 202 Milliarden Naira – ein Sprung um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2026 beschleunigte sich die Dynamik weiter: Das Ergebnis vor Steuern stieg um 148 Prozent auf 87 Milliarden Naira. Auch in Indonesien setzte die staatliche Bank BTN ihre Erfolgsserie fort. Der konsolidierte Nettogewinn erreichte bis Mai 2026 rund 1,85 Billionen Rupiah, ein Plus von 54 Prozent im Jahresvergleich. Beobachter in Jakarta verweisen auf das um 15 Prozent gewachsene Nettozinsergebnis als zentralen Treiber. Diese Zahlen aus dem Finanzsektor zweier bevölkerungsreicher Schwellenländer deuten auf eine robuste Binnenkonjunktur und steigende Kreditnachfrage hin.
Parallel dazu erlebt der südafrikanische Bergbau eine Renaissance. Nach Angaben des Statistikamts legte die Minenproduktion im April 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 Prozent zu. Die Mineralverkäufe summierten sich in den ersten vier Monaten auf 89 Milliarden Rand mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Der Minerals Council South Africa prognostiziert für das Gesamtjahr einen Umsatz von 995,5 Milliarden Rand, was die Staatskasse über höhere Unternehmenssteuern spürbar entlasten würde. Aus Sicht von Ökonomen in Pretoria unterstreicht der Aufschwung die anhaltende Bedeutung des Rohstoffsektors für die südafrikanische Volkswirtschaft – ein Signal, das auch für deutsche Bergbauausrüster und Maschinenbauer relevant ist.
In Kenia stiegen die Einzahlungen in den Consolidated Fund, das zentrale Konto der Regierung, in den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 2025/26 um 16,7 Prozent auf 3,21 Billionen Shilling. Treiber waren eine stärkere Steuererhebung und eine deutliche Ausweitung der Inlandsverschuldung. Aus Nairobier Perspektive hat das Land damit bereits 72 Prozent des Jahresziels erreicht. Die verbesserte Fiskaldisziplin wird von Ratingagenturen und internationalen Investoren aufmerksam registriert, da sie die Abhängigkeit von externen Geldgebern verringern könnte.
Die Daten aus Lagos, Jakarta, Pretoria und Nairobi zeichnen das Bild einer sich festigenden Konjunktur in wichtigen Schwellenländern. Für deutsche Exporteure – von Chemieunternehmen über Finanzdienstleister bis hin zu Anlagenbauern – eröffnen sich Chancen in Märkten, die lange unter schwacher Rohstoffnachfrage und Währungsvolatilität litten. Allerdings bleiben Risiken: In Südafrika könnten anhaltende Stromengpässe die Minenproduktion bremsen, während Nigerias Banken von der Stabilität der Naira abhängen. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob der Aufschwung struktureller Natur ist oder lediglich eine zyklische Gegenbewegung darstellt.
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Afrikanische Finanzinstitute und Staatseinnahmen zeigen eine bemerkenswerte Stärke. Eine große nigerianische Bank verzeichnete einen Anstieg des Vorsteuergewinns um 81 %, während die Einnahmen des kenianischen Konsolidierungsfonds dank verbesserter Steuererhebung die Marke von drei Billionen Schilling überschritten. Diese Zahlen unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der subsaharischen Volkswirtschaften inmitten globaler Herausforderungen.
Die indonesische Staatsbank BTN wies bis Mai 2026 einen konsolidierten Nettogewinn von 1,85 Billionen Rupiah aus, ein Anstieg von 54 % gegenüber dem Vorjahr. Die starke Leistung, zusammen mit der islamischen Banktochter, spiegelt das robuste Wachstum des südostasiatischen Bankensektors wider und signalisiert eine breitere Widerstandsfähigkeit der Schwellenländer.
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