
Australier in Thailand wegen Mordes an 17-Jähriger angeklagt
Der 45-jährige Simon Peter Carman soll eine Jugendliche getötet und ihre Leiche in einem Koffer nahe Pattaya entsorgt haben; er wurde bei der versuchten Ausreise festgenommen.
In der thailändischen Küstenstadt Pattaya ist ein australischer Staatsbürger wegen des gewaltsamen Todes einer 17-jährigen Thailänderin angeklagt worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurde die Jugendliche, die unter dem Spitznamen „Nong Cake“ bekannt war, am vergangenen Samstag tot in einem schwarzen Koffer aufgefunden, abgelegt im Unterholz nahe einer Bahnstrecke.
Der 45-jährige Simon Peter Carman wurde noch am selben Tag auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok festgenommen, als er versuchte, an Bord eines Fluges nach Perth zu gehen. Die Ermittler werfen ihm vorsätzlichen Mord, das Verbergen und Verbringen einer Leiche sowie die Entführung einer Minderjährigen zu unzüchtigen Zwecken vor. Auf vorsätzlichen Mord steht in Thailand die Todesstrafe oder lebenslange Haft. Carman bestreitet die Tat und beruft sich auf Notwehr; er habe das Mädchen lediglich festgehalten, weil sie „verrückt geworden“ sei und ihn mit einem Messer bedroht habe, während er ihr 500 Baht habe geben wollen, zitierten thailändische Polizeiquellen den Beschuldigten.
Aus westaustralischer Sicht hat der Fall eine zusätzliche rechtspolitische Dimension. Der Polizeipräsident des Bundesstaates, Col Blanch, erklärte, dass die Todesstrafe bei einer Verurteilung in Australien durch zwischenstaatliche Verhandlungen „vom Tisch“ gewesen wäre, hätte Carman das Land erreicht. Australien lehnt die Todesstrafe seit 1985 in allen Rechtsräumen ab und setzt sich bei Auslieferungs- und Rechtshilfeersuchen regelmäßig für deren Ausschluss ein. Carman hatte bis vor acht Monaten in Rockingham südlich von Perth gelebt und war nach Angaben von Nachbarn für eine Operation nach Thailand gereist.
Die genauen Umstände der Tat sind noch nicht abschließend geklärt. Während die Polizei in Pattaya von einem Streit in Carmans Apartment ausgeht und Überwachungsaufnahmen zeigen, wie der Mann mit einem Koffer auf einem Motorrad wegfährt und zwanzig Minuten später ohne ihn zurückkehrt, bleiben die Aussagen des Beschuldigten widersprüchlich. Gegenüber den Behörden soll er eingeräumt haben, das Opfer möglicherweise gewürgt zu haben, sodass es das Bewusstsein verlor und starb; später sprach er von einem Unfall, der außerhalb seiner Kontrolle gelegen habe. Die Familie des Opfers fordert die härteste Strafe, die Stiefmutter verlangt öffentlich die Hinrichtung.
Die thailändischen Behörden haben noch keinen Termin für die erste Gerichtsvorladung bekannt gegeben. Das australische Außenministerium bestätigte, dass dem Beschuldigten konsularische Unterstützung gewährt wird. Die Ermittlungen dauern an.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
Aceh's Islamic law imposes medieval punishments on young people for private acts.
Emphasizes the cruelty of the punishment and the lack of proportionality, evoking empathy for the victims.
Does not mention that the law is supported by the local majority or that the Indonesian government has accepted Aceh's autonomy.
The Aceh court sentences to caning for a kiss, a punishment that appears foreign and harsh.
Reports the event with a neutral tone but, by describing the number of strokes and the procedure, creates a sense of cultural distance.
Omits the context of Aceh's special status and the central government's acceptance of sharia.
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