
H5N1-Geflügelpest erstmals auf australischem Festland nachgewiesen
Die hochansteckende Variante erreicht damit alle Kontinente; Behörden fürchten Auswirkungen auf bedrohte endemische Arten.
Erstmals ist auf dem australischen Festland die hochpathogene aviäre Influenza vom Subtyp H5N1 (Klade 2.3.4.4b) nachgewiesen worden. Landwirtschaftsministerin Julie Collins bestätigte am Samstag, dass ein Brauner Skua – ein Zugvogel – an der abgelegenen Südküste Westaustraliens positiv getestet wurde; ein zweiter verdächtiger Fall bei einem Riesensturmvogel wird untersucht. Damit hat die seit 2021 weltweit kursierende Virusvariante nun jeden Kontinent erreicht.
Der Erreger wurde vermutlich durch wandernde Seevögel aus dem subantarktischen Raum eingeschleppt. Auf der australischen Außeninsel Heard Island hatte das Virus bereits im Vorjahr Tausende See-Elefanten getötet; eine aktuelle Studie beziffert die Verluste auf 13.000 Jungtiere. In Europa und Nordamerika grassiert die H5N1-Klade seit Jahren unter Wildvögeln und hat wiederholt Nutzgeflügelbestände getroffen – das australische Kontinentalgebiet blieb bislang verschont, sodass weder heimische Wildtierpopulationen noch die kommerzielle Geflügelhaltung eine Immunität entwickeln konnten.
Australische Ökologen warnen vor einer Gefahr für endemische Arten. Marcel Klaassen von der Deakin University verweist auf die Schlüsselrolle von Enten als symptomarme Überträger: Gelangt das Virus in Süßwasserhabitate, drohe eine rasche Ausbreitung. Die heimische Trauerschwan-Population etwa weist eine genetische Anfälligkeit auf und könnte regional ausgelöscht werden. Auch Beuteltiere wie der Tasmanische Teufel, die als Aasfresser mit infizierten Kadavern in Kontakt kommen, stuft die Artenschutzbeauftragte Fiona Fraser als gefährdet ein. Die Regierung hat einen Notfallplan für 35 bedrohte Arten vorgelegt und stellt mehr als elf Millionen australische Dollar zur Vorsorge bereit.
Noch gibt es keinen Hinweis auf Massensterben oder Übertragungen auf Geflügel. Veterinärbehörden befragen Bürger, die tote Vögel melden, und weiten das Monitoring entlang der Küste aus. Entscheidend wird sein, ob das Virus auf Süßwasservögel überspringt – ein Szenario, das in der nördlichen Hemisphäre regelmäßig zu Einträgen in Hausgeflügelbestände führte. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es sich um einen isolierten Eintrag handelt oder um den Beginn eines endemischen Zyklus auf dem fünften Kontinent.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Australien hat den ersten Festlandfall des tödlichen H5-Vogelgrippevirus bestätigt, womit das Virus nun jeden Kontinent erreicht hat. Der infizierte Seevogel wurde im abgelegenen Westaustralien gefunden, und die Behörden sind in Alarmbereitschaft. Der Fund beendet den virusfreien Status des Kontinents und weckt Sorgen vor einer möglichen Ausbreitung auf Geflügel und Wildvögel.
Ein erster Fall von H5-Vogelgrippe wurde auf dem australischen Kontinent nachgewiesen, doch die Behörden versichern, dass es keine Anzeichen für Massensterben oder Infektionen bei Geflügel gibt. Die Ministerin betonte, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine unmittelbare Bedrohung für die Landwirtschaft darstelle.
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