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Artemis III: NASA verteidigt rein männliche Crew nach öffentlicher Kritik

Die rein männliche Crew für Artemis III löst Kritik aus; gleichzeitig gefährden technische Rückschläge bei SpaceX und Blue Origin den Zeitplan zur Mondrückkehr.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die vierköpfige Besatzung der Artemis-III-Mission vorgestellt – sämtliche Mitglieder sind Männer. Kommandant Randy Bresnik, Pilot Luca Parmitano (ESA) sowie die Missionsspezialisten Andre Douglas und Frank Rubio sollen 2027 mit der Orion-Kapsel in eine Erdumlaufbahn starten, um dort Kopplungsmanöver mit den privat entwickelten Landefähren zu testen. Die Bekanntgabe löste umgehend Kritik aus, weil das Artemis-Programm zuvor das Ziel formuliert hatte, die erste Frau auf den Mond zu bringen. Beobachter in den USA und Europa monierten, die Entscheidung widerspreche den erklärten Diversitätszielen.

NASA-Administrator Jared Isaacman wies die Vorwürfe zurück: Die Auswahl erfolge ausschließlich nach fachlicher Qualifikation und Missionstauglichkeit. Politische Erwägungen hätten keine Rolle gespielt. Die Behörde verwies darauf, dass das Artemis-Programm für künftige Mondlandungen weiterhin weibliche Astronauten vorsehe. Aus europäischer Sicht unterstrich die ESA die historische Bedeutung der Beteiligung Parmitanos – erstmals ist ein europäischer Astronaut Teil einer Artemis-Crew.

Unabhängig von der Personalfrage werfen technische Schwierigkeiten bei den Industriepartnern Fragen zur Einhaltung des Zeitplans auf. SpaceX meldete Antriebsprobleme bei der Starship-Oberstufe, und Blue Origin erlitt kürzlich einen Prüfstandsschaden an einem Triebwerk für die Mondfähre „Blue Moon“. Die NASA selbst arbeitet derweil an der Modernisierung der mobilen Startplattform für das Space Launch System. Gleichzeitig setzt die Grundlagenforschung andere Akzente: In Russland stellte Rosatom einen Prototyp für ein Plasma-Triebwerk vor, das die Reise zum Mars auf 30 bis 60 Tage verkürzen könnte – erste Tests im Weltraum sind für die 2030er-Jahre avisiert. Das Jet Propulsion Laboratory demonstrierte mit dem Rover „Ernest“ verbesserte autonome Navigation in schwierigem Gelände, und die fast 50 Jahre alten Voyager-Sonden liefern weiterhin Daten aus dem interstellaren Raum.

Artemis III soll in der zwei Wochen dauernden Mission die Schnittstellen zwischen Orion, Starship und Blue Moon validieren. Die Ergebnisse gelten als Voraussetzung für Artemis IV, die bis 2028 eine Landung in der Südpolregion des Mondes realisieren soll. Ob der ambitionierte Ablauf hält, wird in den kommenden Monaten anhand der weiteren Testkampagnen von SpaceX und Blue Origin zu beurteilen sein.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

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Indische & südasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Indische & südasiatische Presse
EmpörungSkepsis

NASA faces backlash for selecting an all-male crew for Artemis III, a mission named after the Greek goddess Artemis. Critics argue the choice undermines the program's diversity goals, while the agency insists the selection was purely technical.

Lateinamerikanische Presse
PragmatismusDistanz

Artemis III is primarily a technical challenge, with NASA focusing on critical milestones like orbital docking and lander testing ahead of a planned 2028 lunar return. The crew composition receives less attention compared to the engineering hurdles that remain.

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Sonntag, 21. Juni 2026

Artemis III: NASA verteidigt rein männliche Crew nach öffentlicher Kritik

Die rein männliche Crew für Artemis III löst Kritik aus; gleichzeitig gefährden technische Rückschläge bei SpaceX und Blue Origin den Zeitplan zur Mondrückkehr.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die vierköpfige Besatzung der Artemis-III-Mission vorgestellt – sämtliche Mitglieder sind Männer. Kommandant Randy Bresnik, Pilot Luca Parmitano (ESA) sowie die Missionsspezialisten Andre Douglas und Frank Rubio sollen 2027 mit der Orion-Kapsel in eine Erdumlaufbahn starten, um dort Kopplungsmanöver mit den privat entwickelten Landefähren zu testen. Die Bekanntgabe löste umgehend Kritik aus, weil das Artemis-Programm zuvor das Ziel formuliert hatte, die erste Frau auf den Mond zu bringen. Beobachter in den USA und Europa monierten, die Entscheidung widerspreche den erklärten Diversitätszielen.

NASA-Administrator Jared Isaacman wies die Vorwürfe zurück: Die Auswahl erfolge ausschließlich nach fachlicher Qualifikation und Missionstauglichkeit. Politische Erwägungen hätten keine Rolle gespielt. Die Behörde verwies darauf, dass das Artemis-Programm für künftige Mondlandungen weiterhin weibliche Astronauten vorsehe. Aus europäischer Sicht unterstrich die ESA die historische Bedeutung der Beteiligung Parmitanos – erstmals ist ein europäischer Astronaut Teil einer Artemis-Crew.

Unabhängig von der Personalfrage werfen technische Schwierigkeiten bei den Industriepartnern Fragen zur Einhaltung des Zeitplans auf. SpaceX meldete Antriebsprobleme bei der Starship-Oberstufe, und Blue Origin erlitt kürzlich einen Prüfstandsschaden an einem Triebwerk für die Mondfähre „Blue Moon“. Die NASA selbst arbeitet derweil an der Modernisierung der mobilen Startplattform für das Space Launch System. Gleichzeitig setzt die Grundlagenforschung andere Akzente: In Russland stellte Rosatom einen Prototyp für ein Plasma-Triebwerk vor, das die Reise zum Mars auf 30 bis 60 Tage verkürzen könnte – erste Tests im Weltraum sind für die 2030er-Jahre avisiert. Das Jet Propulsion Laboratory demonstrierte mit dem Rover „Ernest“ verbesserte autonome Navigation in schwierigem Gelände, und die fast 50 Jahre alten Voyager-Sonden liefern weiterhin Daten aus dem interstellaren Raum.

Artemis III soll in der zwei Wochen dauernden Mission die Schnittstellen zwischen Orion, Starship und Blue Moon validieren. Die Ergebnisse gelten als Voraussetzung für Artemis IV, die bis 2028 eine Landung in der Südpolregion des Mondes realisieren soll. Ob der ambitionierte Ablauf hält, wird in den kommenden Monaten anhand der weiteren Testkampagnen von SpaceX und Blue Origin zu beurteilen sein.

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NASA faces backlash for selecting an all-male crew for Artemis III, a mission named after the Greek goddess Artemis. Critics argue the choice undermines the program's diversity goals, while the agency insists the selection was purely technical.

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