
WHO: Klinische Studie mit zwei Ebola-Medikamenten startet kommende Woche im Kongo
Die Weltgesundheitsorganisation erprobt erstmals Therapien gegen den seltenen Bundibugyo-Stamm, für den es bislang weder Impfstoff noch zugelassene Behandlung gibt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für die kommende Woche den Beginn einer klinischen Studie in der Demokratischen Republik Kongo angekündigt, die zwei experimentelle Therapien gegen das Ebola-Virus der seltenen Bundibugyo-Variante prüfen soll. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper MBP134 und das antivirale Mittel Remdesivir. Für diesen Erregerstamm existieren derzeit weder ein zugelassener Impfstoff noch spezifische Behandlungen; die Studie markiert damit einen neuen Ansatz in der Bekämpfung des Ausbruchs.
Der Ausbruch, der am 15. Mai offiziell deklariert wurde, hat nach jüngsten WHO-Angaben 1.094 bestätigte Fälle und 277 Todesfälle im Kongo verursacht, was einer Letalität von rund 25 Prozent entspricht. In Uganda wurden 20 Infektionen und zwei Todesfälle registriert; zudem ist ein aus dem Kongo zurückgekehrter Mitarbeiter der Hilfsorganisation Alima in Frankreich positiv getestet worden, bei geringer Viruslast. Die Bekämpfung wird durch bewaffnete Konflikte, tiefes Misstrauen in der Bevölkerung und Angriffe auf Gesundheitspersonal erschwert. Die Kontaktnachverfolgung erreicht nur gut 70 Prozent, angestrebt sind 95 Prozent. Da für diesen Stamm kein Impfstoff zur Verfügung steht, fehlt ein Anreiz für Kontaktpersonen, sich zu melden – sie riskieren Quarantäne ohne die Aussicht auf eine schützende Impfung.
Die nun anlaufende Studie wird in der Provinz Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, durchgeführt und soll zwischen 500 und 1.000 Teilnehmer einschließen, abhängig von der beobachteten Wirksamkeit. Geleitet wird sie von einem Konsortium aus dem nationalen biomedizinischen Forschungsinstitut des Kongo, der Organisation Alima, der Universität Oxford und der WHO. Die benötigten Dosen wurden nach Angaben von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus von den Vereinigten Staaten und dem Unternehmen Gilead Sciences gespendet. Geprüft wird, ob die Wirkstoffe einzeln oder in Kombination die Sterblichkeit bei Infizierten senken können.
Parallel dazu hat der Kongo seine Testkapazitäten von anfänglich 30 auf inzwischen mehr als 2.000 Analysen pro Tag gesteigert, und die Zahl der Behandlungsbetten wuchs von 10 auf über 500. Dennoch bleibt die Finanzierung der Gegenmaßnahmen hinter dem Bedarf zurück; ein gemeinsamer Plan von WHO und der Gesundheitsagentur der Afrikanischen Union sieht Mittel in Höhe von 518 Millionen Dollar vor. Der Beginn der Therapiestudie in der kommenden Woche ist der nächste konkrete Schritt, von dem belastbare Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der beiden Substanzen erwartet werden.
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Die Ebola-Epidemie im Kongo breitet sich rasch aus und gefährdet das Gesundheitspersonal. Nächste Woche startet die WHO eine klinische Studie mit zwei Virostatika, von denen eines von den USA gespendet wurde – eine konkrete Hoffnung, die Krankheit einzudämmen.
Nächste Woche beginnen in der Demokratischen Republik Kongo klinische Studien für zwei Ebola-Behandlungen. Bisher wurden über tausend Fälle und 277 Todesfälle registriert; das Gesundheitspersonal arbeitet unter schwierigen Bedingungen.
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