
Trump kündigt Chip-Partnerschaft von Apple und Intel in den USA an
Die Mitteilung des US-Präsidenten ließ die Intel-Aktie um mehr als zehn Prozent steigen, doch eine offizielle Bestätigung der Unternehmen steht noch aus.
Die Aktien des US-Halbleiterkonzerns Intel sind am Donnerstag im vorbörslichen Handel um bis zu zehn Prozent in die Höhe geschnellt, nachdem Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social eine weitreichende Kooperation mit Apple verkündet hatte. Der iPhone-Hersteller habe zugestimmt, gemeinsam mit Intel Chips in den Vereinigten Staaten zu entwerfen und zu fertigen, schrieb Trump. Im frühen Handel an der Nasdaq legte das Papier zeitweise um 10,5 Prozent auf 133,82 Dollar zu und näherte sich einem Allzeithoch. Die Kursreaktion spiegelt die Erwartung wider, dass ein solcher Auftrag Intels angeschlagene Foundry-Sparte entscheidend stärken könnte.
Weder Apple noch Intel haben die Ankündigung bislang bestätigt. Intel erklärte lediglich, man kommentiere „eine mögliche Apple-Intel-Vereinbarung“ nicht. Bereits im Mai hatte das Wall Street Journal über eine vorläufige Einigung berichtet, wonach Intel einen Teil der Prozessoren für Apple-Geräte produzieren soll; die Gespräche dauerten demnach mehr als ein Jahr. Trump stellte die Partnerschaft nun als Teil seiner industriepolitischen Agenda dar und verwies darauf, dass er Intel auch zu Abkommen mit dem KI-Chipentwickler Nvidia und dem Projekt Terrafab von Elon Musk verholfen habe. Zugleich attackierte er frühere Regierungen: „Dumme Präsidenten“ hätten es zugelassen, dass Taiwan und andere Länder die Halbleiterfabriken „gestohlen“ hätten.
Aus Washingtoner Sicht ist der Vorstoß ein weiterer Schritt, um die Abhängigkeit von asiatischen Fertigungsstätten – insbesondere von der taiwanesischen TSMC – zu verringern. Apple lässt seine modernsten Chips bislang fast ausschließlich bei TSMC produzieren, deren Kapazitäten durch die enorme Nachfrage von KI-Unternehmen wie Nvidia und AMD stark ausgelastet sind. Die US-Regierung hatte 2025 selbst eine zehnprozentige Beteiligung an Intel erworben, indem sie ausstehende Subventionen aus dem Chips Act in Höhe von 8,9 Milliarden Dollar in Aktien umwandelte. Beobachter in Peking und Taipeh dürften die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da sie die geopolitische Verwundbarkeit der globalen Chip-Lieferketten weiter in den Fokus rückt.
Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist der Fall nicht nur als handelspolitisches Signal bedeutsam. Intel verfolgt mit geplanten Werken in Magdeburg und anderen europäischen Standorten eine eigene Foundry-Strategie, die von einem Großkunden wie Apple erheblich profitieren könnte. Sollte die Partnerschaft tatsächlich zustande kommen, würde sie Intels Glaubwürdigkeit als Auftragsfertiger stärken und den Wettbewerb mit TSMC und Samsung intensivieren. Allerdings bleibt ungewiss, ob Intel technologisch in der Lage ist, Apples anspruchsvolle Chip-Designs in großen Stückzahlen und mit der erforderlichen Energieeffizienz zu liefern. Die Märkte preisen bereits einen Erfolg ein – die endgültige Bestätigung der Unternehmen wird zeigen, ob dieser Optimismus gerechtfertigt ist.
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Trump kündigte an, dass Apple mit Intel zusammenarbeiten wird, um Chips in den USA zu produzieren, ein Schritt, der es dem Unternehmen ermöglichen würde, die derzeit auf TSMC in Taiwan konzentrierte Produktion zu diversifizieren. Die Unternehmen haben den Deal noch nicht bestätigt, aber die Nachricht wird als pragmatischer Schritt zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern gesehen.
Trump kündigte an, dass Apple sich Intel bei der Chipproduktion in den USA anschließen wird, als neuester Partner nach Nvidia und Elon Musks Terafab. Die US-Regierung, die 10 % an Intel hält, unterstützt das Unternehmen aktiv. Der Deal wurde noch nicht bestätigt.
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