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Justiz & RechtSamstag, 25. Juli 2026

Sanktionen gegen Zanjani-Netzwerk und Kartell-Razzien in Mexiko

Die USA und die EU weiten ihre Finanzsanktionen gegen ein iranisches Umgehungsnetzwerk aus, während mexikanische Behörden mit konzertierten Aktionen Führungsfiguren und Arsenale von Drogenkartellen ins Visier nehmen.

Das US-Finanzministerium hat am Freitag Sanktionen gegen vier Personen und neun Unternehmen verhängt, die dem Netzwerk des iranischen Geschäftsmanns Babak Zanjani zugerechnet werden. Nach Darstellung des Office of Foreign Assets Control (OFAC) diente das Geflecht, zu dem auch die Digitalbörsen Zedcex und Zedxion zählen, der Umgehung internationaler Sanktionen und der Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Zanjani, 2016 in Teheran wegen Veruntreuung zum Tode verurteilt und später begnadigt, ist aus Washingtoner Sicht ein Beispiel für die Bereitschaft regimetreuer Eliten, trotz wirtschaftlichen Missmanagements Zugang zum globalen Finanzsystem zu erhalten. Parallel verhängte die EU restriktive Maßnahmen gegen fünf iranische Richter sowie den Hacker Nima Salehi, dessen Unternehmen Ashiyane eng mit der Cyberpolizei und den Garden kooperiere.

Zeitgleich meldeten mexikanische Sicherheitsbehörden eine Serie von Schlägen gegen die organisierte Kriminalität. In Sonora beschlagnahmten Armee und Guardia Nacional in einem mutmaßlichen Waffendepot der Zelle „Los Rusos“ – bewaffneter Arm der Mayiza-Fraktion des Sinaloa-Kartells – 81 Langwaffen, darunter vier Maschinengewehre, sowie über 274.000 Schuss Munition. Das Gabinete de Seguridad sprach von einem Ziel priorisierter Fahndung und verwies auf die Koordination mit der Finanzermittlungseinheit UIF, die bereits vor den jüngsten OFAC-Sanktionen gegen 55 mutmaßliche Mitglieder des Jalisco-Kartells (CJNG) Anzeige erstattet hatte.

Weitere Aktionen galten Kartellstrukturen in Zentralmexiko. In einer grenzüberschreitenden Operation zwischen Guanajuato und Michoacán nahmen Kräfte von Armee und Marine zehn Personen fest und stellten acht Sturmgewehre sowie Granatwerfer sicher; der Anführer der Zelle, „El Ojón“, soll für Angriffe auf rivalisierende Gruppen verantwortlich sein. In Nayarit wurde mit Óscar Luna Colunga alias „Chino Payaso“ ein mutmaßlicher CJNG-Chef für den Raum Monterrey gefasst. Im Edomex verknüpfte die Justiz Geisler „N“, mutmaßlicher Angehöriger der CJNG-Zelle „Los Vallarta“, wegen Mordes, während in Yucatán ein ranghoher Operator des Arellano-Félix-Kartells festgenommen wurde.

In Argentinien unterstreicht ein Fund von 131 fabrikneuen Schusswaffen in einem Fahrzeug auf der Ruta 9 die fortbestehenden Risiken durch unzureichend kontrollierte Handelswege. Das Arsenal, darunter 90 Pistolen, war von Importeuren in Santa Fe zu einem Waffenhändler in der Provinz Buenos Aires unterwegs, ohne dass die nationale Kontrollbehörde ANMAC den Transport genehmigt hatte. Die Strafverfolgungsbehörden in beiden Ländern ermitteln weiter; die US-Sanktionen sind Teil einer wachsenden wirtschaftlichen Druckkampagne, die nach Angaben des Finanzministeriums auf die jüngsten iranischen Angriffe auf Schiffe und Nachbarstaaten reagiert.

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Samstag, 25. Juli 2026

Sanktionen gegen Zanjani-Netzwerk und Kartell-Razzien in Mexiko

Die USA und die EU weiten ihre Finanzsanktionen gegen ein iranisches Umgehungsnetzwerk aus, während mexikanische Behörden mit konzertierten Aktionen Führungsfiguren und Arsenale von Drogenkartellen ins Visier nehmen.

Das US-Finanzministerium hat am Freitag Sanktionen gegen vier Personen und neun Unternehmen verhängt, die dem Netzwerk des iranischen Geschäftsmanns Babak Zanjani zugerechnet werden. Nach Darstellung des Office of Foreign Assets Control (OFAC) diente das Geflecht, zu dem auch die Digitalbörsen Zedcex und Zedxion zählen, der Umgehung internationaler Sanktionen und der Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Zanjani, 2016 in Teheran wegen Veruntreuung zum Tode verurteilt und später begnadigt, ist aus Washingtoner Sicht ein Beispiel für die Bereitschaft regimetreuer Eliten, trotz wirtschaftlichen Missmanagements Zugang zum globalen Finanzsystem zu erhalten. Parallel verhängte die EU restriktive Maßnahmen gegen fünf iranische Richter sowie den Hacker Nima Salehi, dessen Unternehmen Ashiyane eng mit der Cyberpolizei und den Garden kooperiere.

Zeitgleich meldeten mexikanische Sicherheitsbehörden eine Serie von Schlägen gegen die organisierte Kriminalität. In Sonora beschlagnahmten Armee und Guardia Nacional in einem mutmaßlichen Waffendepot der Zelle „Los Rusos“ – bewaffneter Arm der Mayiza-Fraktion des Sinaloa-Kartells – 81 Langwaffen, darunter vier Maschinengewehre, sowie über 274.000 Schuss Munition. Das Gabinete de Seguridad sprach von einem Ziel priorisierter Fahndung und verwies auf die Koordination mit der Finanzermittlungseinheit UIF, die bereits vor den jüngsten OFAC-Sanktionen gegen 55 mutmaßliche Mitglieder des Jalisco-Kartells (CJNG) Anzeige erstattet hatte.

Weitere Aktionen galten Kartellstrukturen in Zentralmexiko. In einer grenzüberschreitenden Operation zwischen Guanajuato und Michoacán nahmen Kräfte von Armee und Marine zehn Personen fest und stellten acht Sturmgewehre sowie Granatwerfer sicher; der Anführer der Zelle, „El Ojón“, soll für Angriffe auf rivalisierende Gruppen verantwortlich sein. In Nayarit wurde mit Óscar Luna Colunga alias „Chino Payaso“ ein mutmaßlicher CJNG-Chef für den Raum Monterrey gefasst. Im Edomex verknüpfte die Justiz Geisler „N“, mutmaßlicher Angehöriger der CJNG-Zelle „Los Vallarta“, wegen Mordes, während in Yucatán ein ranghoher Operator des Arellano-Félix-Kartells festgenommen wurde.

In Argentinien unterstreicht ein Fund von 131 fabrikneuen Schusswaffen in einem Fahrzeug auf der Ruta 9 die fortbestehenden Risiken durch unzureichend kontrollierte Handelswege. Das Arsenal, darunter 90 Pistolen, war von Importeuren in Santa Fe zu einem Waffenhändler in der Provinz Buenos Aires unterwegs, ohne dass die nationale Kontrollbehörde ANMAC den Transport genehmigt hatte. Die Strafverfolgungsbehörden in beiden Ländern ermitteln weiter; die US-Sanktionen sind Teil einer wachsenden wirtschaftlichen Druckkampagne, die nach Angaben des Finanzministeriums auf die jüngsten iranischen Angriffe auf Schiffe und Nachbarstaaten reagiert.

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