
Revolutionsgarden reklamieren Angriffe auf US-Basen in Jordanien und Kuwait – Dank an jordanische Bevölkerung
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben mit ballistischen Raketen und Drohnen US-Militärflugzeuge und Unterkünfte in Jordanien und Kuwait zerstört und sich für nachrichtendienstliche Hilfe aus der jordanischen Bevölkerung bedankt.
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten am 20. Juli 2026, im Rahmen der 21. Welle der „Operation Nasr 2“ schwere Angriffe auf US-amerikanische Militäreinrichtungen in Jordanien und Kuwait ausgeführt zu haben. Laut einer von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreiteten Mitteilung wurden auf dem jordanischen Flughafen Aqaba große Transportflugzeuge vom Typ C-17 sowie Seeaufklärer P-8 mit ballistischen Raketen getroffen und beschädigt. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq seien zudem 20 Unterkünfte zerstört und „Dutzende amerikanische Terroristen“ getötet worden. In Kuwait habe man auf der Basis Ali Al-Salem ein Radarsystem, ein Lager für Fluggerät und einen Hangar mit MQ-9-Drohnen zerstört. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen; weder das US-Zentralkommando noch die Regierungen in Amman und Kuwait-Stadt bestätigten die behaupteten Schäden.
Aus Teheraner Sicht sind die Schläge eine Vergeltung für anhaltende US-amerikanische Luftangriffe auf iranisches Territorium, die nach Darstellung Washingtons der Schwächung der militärischen Fähigkeiten Irans dienen. Der IRGC dankte in seiner Erklärung ausdrücklich der jordanischen Bevölkerung und Armeeangehörigen für die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen, die eine präzise Zielerfassung ermöglicht hätten. Dies steht im Widerspruch zu früheren Stellungnahmen des jordanischen Generalstabs, wonach die Streitkräfte des Königreichs auf das Land abgefeuerte Raketen abgefangen hätten. Die jordanische Führung, die 1994 einen Friedensvertrag mit Israel schloss und US-Militärhilfe erhält, hatte wiederholt betont, ihr Luftraum werde nicht für Angriffe auf Iran genutzt. Der IRGC hingegen bezeichnete die Kooperation als religiöse Pflicht und Schritt zur „Befreiung von al-Quds“.
Die Vorfälle reihen sich in eine seit Februar 2026 andauernde Eskalationsspirale zwischen Washington und Teheran ein. Nachdem US-Präsident Donald Trump am 8. Juli eine Waffenruhe für beendet erklärt hatte, flog die US-Luftwaffe Angriffe auf Ziele im Süden Irans, woraufhin Iran seinerseits amerikanische Stützpunkte in Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und nun erneut in Jordanien und Kuwait attackierte. In Kuwait-Stadt und Manama wurden in der Nacht zum 20. Juli Luftverteidigungssysteme aktiviert und Sirenen ausgelöst; die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Aus europäischer Perspektive verschärft die Konfrontation die Risiken für die Energieversorgung, nachdem bereits Öltanker im südlichen Teil der Straße von Hormus in Brand geraten waren.
Die jüngste Gewaltwelle folgt auf ein unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommenes Memorandum of Understanding vom 18. Juni, das den militärischen Konflikt eigentlich beenden sollte. Beide Seiten werfen einander vor, die Vereinbarung gebrochen zu haben. Der neue iranische Oberste Führer Mojtaba Chamenei hatte Nachbarstaaten zuvor aufgefordert, US-Stützpunkte zu schließen, um Angriffe auf ihr Territorium zu vermeiden. Eine diplomatische Initiative zur Deeskalation ist derzeit nicht erkennbar; das US-Zentralkommando kündigte an, die Operationen zur Reduzierung des iranischen Militärpotentials fortzusetzen.
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Das IRGC spricht als Verteidiger des Islam und der Unterdrückten, feiert einen militärischen Sieg und dankt jordanischen Kollaborateuren. Es positioniert sich als gerechter Rächer gegen den US-Imperialismus und die israelische Aggression.
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