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GesellschaftDienstag, 16. Juni 2026

Psychische Gewalt und bleibende Traumata: Zeugnisse aus Italien, Schweden und Indonesien

Ein neuer Zeuge im Mordfall Garlasco, die Berichte misshandelter Frauen in Landskrona und die anhaltende Angst der Schauspielerin Tamara Tyasmara zeigen die zerstörerische Kraft psychischer Bedrohung.

Neunzehn Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Chiara Poggi in Garlasco bringt eine bislang überhörte Zeugenaussage neue Bewegung in einen der rätselhaftesten Kriminalfälle Italiens. Ein Mann, der sich am Tattag in der Nähe der Villa in der Via Pascoli aufhielt, berichtet nun von einer blonden Frau mit „spiritati“, mit wilden, verstörenden Augen, und von einer schwarzen Fahrrad mit glänzenden Speichen. Vor allem aber schildert er, wie er damals massiv eingeschüchtert wurde: Man habe ihm gedroht, er solle sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Aus italienischer Sicht wirft diese späte Offenbarung ein grelles Licht auf die Mechanismen der Angst, die Zeugen zum Schweigen bringen können – und auf die langen Schatten, die psychische Gewalt selbst über jene wirft, die nur am Rande betroffen sind.

Dass seelische Bedrohung nicht minder zerstörerisch wirkt als körperliche Übergriffe, belegen eindringlich die Schilderungen aus Schweden. Die Autorin My Roman Fagerlind beschreibt in einem persönlichen Essay, wie sie beim Lesen der Berichte von Frauen aus Landskrona, die psychischem Terror ausgesetzt waren, in ihre eigene Vergangenheit zurückkatapultiert wurde. Eine Beziehung, die nie offiziell war, geprägt von krankhafter Eifersucht und nächtlichen Telefonaten, die sie in die Isolation trieben. „Hätte ich damals nicht den Absprung geschafft, würde ich heute nicht mehr leben“, schreibt sie. Ihr Zeugnis macht sichtbar, wie Betroffene in eine emotionale Abhängigkeit geraten, die jede Flucht unmöglich erscheinen lässt – ein Muster, das Fachleute auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus unzähligen Beratungsgesprächen kennen.

In Indonesien verdichten sich derzeit mehrere Vorfälle zu einem Bild fortgesetzter Traumatisierung. Die Schauspielerin Tamara Tyasmara, deren kleiner Sohn Dante durch die Hand ihres damaligen Partners starb, wird nun selbst zum Ziel einer Terrorkampagne. Unbekannte senden ihr über soziale Medien und Messenger-Dienste bedrohliche Nachrichten, sodass sie sich kaum noch aus dem Haus wagt und selbst am Filmset unter Verfolgungsängsten leidet. Das tiefe Misstrauen, das der gewaltsame Verlust des Kindes hinterlassen hat, macht eine neue Partnerschaft für sie derzeit undenkbar. Aus Jakartaer Perspektive zeigt sich hier, wie ein erlittenes Trauma nicht nur die Seele lähmt, sondern auch die Fähigkeit zerstört, künftig Nähe zuzulassen – eine Dynamik, die überall dort auftritt, wo Vertrauen in intimsten Beziehungen missbraucht wurde.

Die drei geografisch weit auseinanderliegenden Fälle fügen sich zu einem beunruhigenden Gesamtbild: Psychische Gewalt und ihre Folgen kennen keine Landesgrenzen. In Italien könnte die wiederentdeckte Zeugenaussage den Cold Case neu aufrollen, doch die Drohungen gegen den Beobachter erinnern daran, wie schwer es ist, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. In Schweden und Indonesien stehen die Opfer selbst im Zentrum – ihre Berichte belegen, dass die seelischen Wunden oft tiefer reichen als körperliche Verletzungen. Für den deutschsprachigen Raum, wo Stalking und psychische Gewalt zunehmend als eigenständige Straftaten geahndet werden, bleibt die Herausforderung, Schutzlücken zu schließen und die gesellschaftliche Sensibilität für schleichende, unsichtbare Formen der Unterdrückung zu schärfen. Die Zeugnisse aus Landskrona, Jakarta und Garlasco mahnen, dass das Ende der Gewalttat selten das Ende des Leids bedeutet.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa europea continentaleStampa sud-est asiatica
Stampa europea continentale/ nordica
indignazioneallarmeurgenza

In Schweden und Italien erheben sich Stimmen, die von psychologischem Terror und Einschüchterungen berichten, die aus der Vergangenheit wieder auftauchen. Frauen in Landskrona beschreiben zwanghafte Kontrolle, die sie fast das Leben gekostet hätte, während ein Zeuge im Fall Garlasco sich an eine blonde Frau mit wilden Augen und Drohungen, zu schweigen, erinnert. Die Erzählung webt einen Faden untergetauchter Gewalt, der Jahre und Grenzen überspannt, und prangert ein System an, das nicht schützt.

Stampa sud-est asiatica
allarmevittimismourgenza

Die indonesische Schauspielerin Tamara Tyasmara berichtet von einer Kampagne des Terrors und der Drohungen nach dem tragischen Tod ihres Sohnes durch ihren Ex-Partner. Sie spricht von tiefem Trauma, Angst, das Haus zu verlassen, und der Unfähigkeit, ihr Herz für neue Beziehungen zu öffnen. Die Geschichte konzentriert sich auf ihr persönliches Leid und die anhaltenden Schatten einer gewalttätigen Vergangenheit.

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Dienstag, 16. Juni 2026

Psychische Gewalt und bleibende Traumata: Zeugnisse aus Italien, Schweden und Indonesien

Ein neuer Zeuge im Mordfall Garlasco, die Berichte misshandelter Frauen in Landskrona und die anhaltende Angst der Schauspielerin Tamara Tyasmara zeigen die zerstörerische Kraft psychischer Bedrohung.

Neunzehn Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Chiara Poggi in Garlasco bringt eine bislang überhörte Zeugenaussage neue Bewegung in einen der rätselhaftesten Kriminalfälle Italiens. Ein Mann, der sich am Tattag in der Nähe der Villa in der Via Pascoli aufhielt, berichtet nun von einer blonden Frau mit „spiritati“, mit wilden, verstörenden Augen, und von einer schwarzen Fahrrad mit glänzenden Speichen. Vor allem aber schildert er, wie er damals massiv eingeschüchtert wurde: Man habe ihm gedroht, er solle sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Aus italienischer Sicht wirft diese späte Offenbarung ein grelles Licht auf die Mechanismen der Angst, die Zeugen zum Schweigen bringen können – und auf die langen Schatten, die psychische Gewalt selbst über jene wirft, die nur am Rande betroffen sind.

Dass seelische Bedrohung nicht minder zerstörerisch wirkt als körperliche Übergriffe, belegen eindringlich die Schilderungen aus Schweden. Die Autorin My Roman Fagerlind beschreibt in einem persönlichen Essay, wie sie beim Lesen der Berichte von Frauen aus Landskrona, die psychischem Terror ausgesetzt waren, in ihre eigene Vergangenheit zurückkatapultiert wurde. Eine Beziehung, die nie offiziell war, geprägt von krankhafter Eifersucht und nächtlichen Telefonaten, die sie in die Isolation trieben. „Hätte ich damals nicht den Absprung geschafft, würde ich heute nicht mehr leben“, schreibt sie. Ihr Zeugnis macht sichtbar, wie Betroffene in eine emotionale Abhängigkeit geraten, die jede Flucht unmöglich erscheinen lässt – ein Muster, das Fachleute auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus unzähligen Beratungsgesprächen kennen.

In Indonesien verdichten sich derzeit mehrere Vorfälle zu einem Bild fortgesetzter Traumatisierung. Die Schauspielerin Tamara Tyasmara, deren kleiner Sohn Dante durch die Hand ihres damaligen Partners starb, wird nun selbst zum Ziel einer Terrorkampagne. Unbekannte senden ihr über soziale Medien und Messenger-Dienste bedrohliche Nachrichten, sodass sie sich kaum noch aus dem Haus wagt und selbst am Filmset unter Verfolgungsängsten leidet. Das tiefe Misstrauen, das der gewaltsame Verlust des Kindes hinterlassen hat, macht eine neue Partnerschaft für sie derzeit undenkbar. Aus Jakartaer Perspektive zeigt sich hier, wie ein erlittenes Trauma nicht nur die Seele lähmt, sondern auch die Fähigkeit zerstört, künftig Nähe zuzulassen – eine Dynamik, die überall dort auftritt, wo Vertrauen in intimsten Beziehungen missbraucht wurde.

Die drei geografisch weit auseinanderliegenden Fälle fügen sich zu einem beunruhigenden Gesamtbild: Psychische Gewalt und ihre Folgen kennen keine Landesgrenzen. In Italien könnte die wiederentdeckte Zeugenaussage den Cold Case neu aufrollen, doch die Drohungen gegen den Beobachter erinnern daran, wie schwer es ist, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. In Schweden und Indonesien stehen die Opfer selbst im Zentrum – ihre Berichte belegen, dass die seelischen Wunden oft tiefer reichen als körperliche Verletzungen. Für den deutschsprachigen Raum, wo Stalking und psychische Gewalt zunehmend als eigenständige Straftaten geahndet werden, bleibt die Herausforderung, Schutzlücken zu schließen und die gesellschaftliche Sensibilität für schleichende, unsichtbare Formen der Unterdrückung zu schärfen. Die Zeugnisse aus Landskrona, Jakarta und Garlasco mahnen, dass das Ende der Gewalttat selten das Ende des Leids bedeutet.

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In Schweden und Italien erheben sich Stimmen, die von psychologischem Terror und Einschüchterungen berichten, die aus der Vergangenheit wieder auftauchen. Frauen in Landskrona beschreiben zwanghafte Kontrolle, die sie fast das Leben gekostet hätte, während ein Zeuge im Fall Garlasco sich an eine blonde Frau mit wilden Augen und Drohungen, zu schweigen, erinnert. Die Erzählung webt einen Faden untergetauchter Gewalt, der Jahre und Grenzen überspannt, und prangert ein System an, das nicht schützt.

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Die indonesische Schauspielerin Tamara Tyasmara berichtet von einer Kampagne des Terrors und der Drohungen nach dem tragischen Tod ihres Sohnes durch ihren Ex-Partner. Sie spricht von tiefem Trauma, Angst, das Haus zu verlassen, und der Unfähigkeit, ihr Herz für neue Beziehungen zu öffnen. Die Geschichte konzentriert sich auf ihr persönliches Leid und die anhaltenden Schatten einer gewalttätigen Vergangenheit.

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