
Maldini und Leonardo sollen Italiens Fußball aus der Krise führen
Nach drei verpassten Weltmeisterschaften setzt der italienische Verband auf das Duo, um den Neuaufbau zu organisieren und einen neuen Trainer zu finden.
Paolo Maldini, die Ikone des AC Milan und der Squadra Azzurra, ist zum neuen Technischen Direktor des italienischen Fußballverbands (FIGC) ernannt worden. An seiner Seite wird der Brasilianer Leonardo als Berater fungieren. FIGC-Präsident Giovanni Malagò gab die Doppelverpflichtung am Samstag bekannt – während die Weltmeisterschaft 2026 ohne italienische Beteiligung in die entscheidende Phase geht. Maldini erhält zudem die neu geschaffene Doppelrolle des Präsidenten des Club Italia, womit ihm die Oberaufsicht über sämtliche Nationalteams vom Nachwuchs bis zu den Frauen obliegt.
Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die tiefste Krise des viermaligen Weltmeisters seit Jahrzehnten. Italien hat zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine WM-Endrunde verpasst – nach 2018 und 2022 nun auch für das Turnier in Nordamerika. Nach dem dramatischen Ausscheiden im Elfmeterschießen der Playoffs gegen Bosnien und Herzegowina im März war Trainer Gennaro Gattuso zurückgetreten, Verbandspräsident Gabriele Gravina folgte ihm wenig später. Sein Nachfolger Malagò, zuvor Chef des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2026, setzte nun innerhalb weniger Wochen seinen Wunschkandidaten durch.
Die erste und dringlichste Aufgabe des neuen Führungsduos ist die Suche nach einem Nationaltrainer. In italienischen Medien werden vor allem Antonio Conte, der von 2014 bis 2016 bereits die Azzurri betreute und zuletzt den SSC Neapel verließ, sowie Roberto Mancini gehandelt, dessen abruptes Ende 2023 nach dem Wechsel nach Saudi-Arabien noch immer nachwirkt. Vereinzelt wird auch über eine Verpflichtung von Pep Guardiola spekuliert, der nach seinem Abschied von Manchester City eine Auszeit nimmt. Maldini und Leonardo sollen in den kommenden Wochen eine Entscheidung herbeiführen, um spätestens zu den Nations-League-Spielen im Herbst einen neuen Coach zu präsentieren.
Maldini und Leonardo verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Beim AC Milan hatten sie bereits von 2018 bis 2023 gemeinsam die sportliche Leitung inne und legten den Grundstein für den Meistertitel 2022. Maldini, 58, bestritt 126 Länderspiele für Italien und verkörpert wie kaum ein Zweiter die glorreiche Vergangenheit des italienischen Fußballs. Leonardo, Weltmeister von 1994 mit Brasilien, sammelte als Sportdirektor bei Paris Saint-Germain Erfahrung im Management globaler Transfermärkte. Ihr Vierjahresvertrag ist auf eine Rückkehr zur Weltspitze ausgerichtet, mit dem erklärten Ziel, die Qualifikation für die WM 2030 zu erreichen und bei der Europameisterschaft 2028 wieder konkurrenzfähig zu sein.
Bis dahin ist der Weg weit. Die nächste konkrete Bewährungsprobe wird die Nominierung des Trainers sein – eine Personalie, die unmittelbar über Glaubwürdigkeit und Ambition des Projekts entscheidet.
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.50 | aligned |
The reconstruction of the Italian national team begins with the Maldini-Leonardo duo, two former Milan teammates.
Presents the news as a fait accompli, relying on Fabrizio Romano's authority and Italy's historical crisis for credibility.
The FIGC has chosen Maldini as technical director and Leonardo as advisor to relaunch the national team after the World Cup failure.
Uses the official FIGC communiqué and Malagò's statements to legitimize the decision, presenting it as a planned turning point.
Paolo Maldini takes on the mission of returning Italy to the forefront of football after three consecutive failures.
Uses emotional and aspirational language to transform the appointment into a national epic, focusing on Maldini's legendary status.
Does not mention that Maldini will also be president of Club Italia, reducing the scope of his role.
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