
Österreich feiert ersten WM-Sieg seit 36 Jahren – 3:1 gegen Debütant Jordanien
Ein Eigentor und ein später Elfmeter von Marko Arnautovic sichern Österreich den Auftaktsieg in Gruppe J, während Jordanien sein erstes WM-Tor bejubelt.
Mit einem 3:1-Erfolg über WM-Neuling Jordanien hat Österreich am Dienstagabend im Levi’s Stadium von Santa Clara, Kalifornien, einen historischen Bann gebrochen. Erstmals seit dem 2:1 gegen die Vereinigten Staaten bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien gewann die Alpenrepublik wieder ein Spiel auf der größten Bühne des Fußballs – eine Durststrecke von 36 Jahren. Romano Schmid brachte die Mannschaft von Ralf Rangnick in der 21. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung, ehe Ali Olwan kurz nach Wiederbeginn der zweite Treffer des Tages gelang, der ebenfalls im Winkel einschlug und für Jordanien das erste Tor der WM-Geschichte bedeutete. Die Entscheidung fiel spät: Ein Eckball lenkte Yazan Al-Arab in der 76. Minute unglücklich ins eigene Netz, und in der zwölften Minute der Nachspielzeit verwandelte Marko Arnautovic einen Foulelfmeter zum Endstand.
Für das österreichische Team, das nach 28 Jahren Abwesenheit erstmals wieder an einer Endrunde teilnimmt, war der Auftritt ein mentaler Härtetest. Aus Wiener Sicht überwog die Erleichterung, dass sich die Mannschaft nach dem Ausgleich nicht verunsichern ließ, sondern dank einer robusten Defensive um David Alaba und der späten Effizienz bei Standards den Dreier erzwang. Beobachter in Amman hingegen unterstrichen den symbolischen Wert des Abends: Olwan widmete sein Tor mit einem Trikot dem verletzten Stürmer Yazan Al-Naimat, und die jordanischen Medien feierten den Treffer als Meilenstein für den Fußball des Landes, auch wenn die defensive Ordnung in den entscheidenden Momenten nicht hielt.
Durch den Sieg zieht Österreich in der Tabelle der Gruppe J mit Titelverteidiger Argentinien gleich, der zeitgleich Algerien mit 3:0 bezwang. Beide Teams führen mit drei Punkten, Argentinien liegt dank der besseren Tordifferenz auf Rang eins. Jordanien und Algerien stehen ohne Zähler am Tabellenende. Die Konstellation verleiht dem direkten Duell zwischen Österreich und Argentinien am kommenden Montag in Dallas zusätzliche Brisanz: Es geht nicht nur um die vorzeitige Qualifikation für die K.-o.-Runde, sondern auch um die Poleposition in der Gruppe.
Für die deutschsprachige Fußballöffentlichkeit ist der österreichische Erfolg mehr als eine Anekdote. Nachdem die Schweiz bereits am Vortag einen Punkt geholt hatte und Deutschland als Gastgeber ohnehin gesetzt ist, nährt der Auftaktsieg die Hoffnung auf eine geschlossene Präsenz der Nachbarländer in der zweiten Turnierphase. Der Modus mit den acht besten Gruppendritten erleichtert das Weiterkommen, doch Rangnick warnte bereits, dass das Spiel gegen Argentinien die wahren Kräfteverhältnisse offenlegen werde. Gelingt Österreich eine Überraschung, könnte die Mannschaft den Schwung von 1990 endgültig hinter sich lassen und zu einem ernsthaften Faktor im Turnier werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Österreichs Sieg gegen Jordanien wird als Schritt gefeiert, der das Team gemeinsam mit Argentinien an die Spitze der Gruppe J bringt. Der Fokus richtet sich sofort auf das bevorstehende entscheidende Duell zwischen Österreich und Argentinien in Dallas, während Messis Hattrick gegen Algerien noch nachwirkt. Der Erfolg wird durch die Brille des Weges der Albiceleste betrachtet.
Österreich beendete eine 36-jährige Durststrecke ohne WM-Sieg mit einem dramatischen 3:1 gegen den Debütanten Jordanien. Ein Eigentor und ein Elfmeter in der Nachspielzeit von Arnautovic besiegelten den historischen Triumph nach einer beherzten Herausforderung. Die Erzählung betont das lange Warten und das emotionale Gewicht, endlich wieder auf der größten Fußballbühne zu gewinnen.
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