
Kongos lebende Statue: Lumumba Vea debütiert bei WM – Kolumbien siegt 1:0
Michel Kuka Mboladinga, der als regungslose Hommage an Patrice Lumumba weltweit bekannt wurde, feierte nach überstandener Ebola-Quarantäne sein WM-Debüt, doch die Demokratische Republik Kongo unterlag Kolumbien mit 0:1.
Die Demokratische Republik Kongo hat ihr zweites Gruppenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Guadalajara mit 0:1 gegen Kolumbien verloren. Daniel Muñoz erzielte in der 76. Minute den entscheidenden Treffer für die Südamerikaner, die damit vorzeitig das Sechzehntelfinale erreichten. Doch die Aufmerksamkeit im Estadio Akron galt an diesem Abend einer Gestalt auf der Tribüne: Michel Nkuka Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, stand regungslos auf einem Podest hinter der kongolesischen Bank, den rechten Arm erhoben, gekleidet in den Nationalfarben Rot, Gelb und Blau. Der 49-Jährige, der wegen einer Ebola-Quarantäne das Auftaktremis gegen Portugal (1:1) verpasst hatte, war endlich bei der WM angekommen.
Die Pose ist eine exakte Nachbildung der Statue von Patrice Lumumba in Kinshasa. Lumumba, erster Premierminister des 1960 unabhängig gewordenen Kongo, wurde 1961 ermordet und gilt als Märtyrer der antikolonialen Bewegung. Mboladinga, ehemaliger Bäcker und heute Animateur beim Klub AS Vita, begann mit dieser Darbietung vor über einem Jahrzehnt. Während des Afrika-Cups 2025 in Marokko wurde er zur internationalen Berühmtheit; nach dem Ausscheiden gegen Algerien brach er weinend zusammen, was ihm die Sympathie des Präsidenten Félix Tshisekedi und ein Luxusauto einbrachte. Der algerische Spieler Mohamed Amine Amoura, der ihn damals verhöhnte, entschuldigte sich später öffentlich. Mboladinga selbst sagt, seine Unbeweglichkeit solle der Mannschaft „emotionale Ausdauer“ verleihen – ein kleines Opfer im Vergleich zu Lumumbas Lebenshingabe. Täglich trainiert er das Stillhalten über 40 Minuten. Die kongolesische Föderation nahm ihn auf Betreiben von Kapitän Chancel Mbemba in die offizielle Delegation auf, um die Einreise trotz US-Visumssperren wegen der Ebola-Epidemie zu ermöglichen.
Auf dem Platz dominierte Kolumbien über weite Strecken. James Rodríguez, Luis Díaz und Jhon Arias setzten die kongolesische Abwehr unter Druck, doch Torhüter Lionel Mpasi parierte mehrfach glänzend und hielt sein Team lange im Spiel. Erst ein Zuspiel von Juan Quintero in den Lauf von Muñoz durchbrach die Defensive; der Verteidiger schob den Ball zum 1:0 ins Netz. Die „Leoparden“ hatten zuvor gegen Portugal ein achtbares 1:1 erreicht, stehen nun mit einem Punkt da und müssen im letzten Gruppenspiel gegen Usbekistan gewinnen, um noch eine Chance auf das Weiterkommen zu wahren. Kolumbien ist mit sechs Punkten bereits sicher in der K.-o.-Runde.
Vor dem Anpfiff hatte Mboladinga, der auf Instagram „Guadalajara, aquí estamos!“ schrieb, mit kolumbianischen und mexikanischen Fans für Fotos posiert. Seine Ankunft in Mexiko war von einer mehrtägigen Odyssee über Kenia und Äthiopien zur Visabeschaffung geprägt, nachdem er bereits das entscheidende Playoff-Spiel gegen Jamaika im März verpasst hatte. Nun, da die Quarantäne überstanden ist, wird er die kongolesische Mannschaft auch gegen Usbekistan begleiten – ein Spiel, das für die Afrikaner zum Alles-oder-Nichts wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der berühmteste Fan der DR Kongo, Michel Kuka Mboladinga, bekannt als 'Lumumba Vea', gab nach verpasstem Auftaktspiel wegen Ebola-Quarantäne endlich sein WM-Debüt in Guadalajara. Seine stoische Pose mit erhobenem rechten Arm als Hommage an Nationalheld Patrice Lumumba elektrisierte das Publikum und die sozialen Medien. Er gilt als Glücksbringer für das Team.
Der 'Statuen-Fan' der Demokratischen Republik Kongo erschien nach dem Verpassen des Auftaktspiels wegen der von US-Behörden verhängten präventiven Isolation im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie auf den Rängen gegen Kolumbien. Seine regungslose Pose mit erhobenem rechten Arm ist eine Hommage an Patrice Lumumba, den ersten Premierminister und Unabhängigkeitshelden, der 1961 ermordet wurde. Kongos Rückkehr zur WM nach 52 Jahren erhält so eine symbolische Dimension.
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