
Königliches Tanzfest nach Curaçaos erstem WM-Punkt
Nach dem 0:0 gegen Ecuador feiern die niederländischen Monarchen mit den Spielern der karibischen Auswahl, die noch auf das Achtelfinale hofft.
Curaçao hat bei seiner ersten WM-Teilnahme den ersten Punkt der Geschichte geholt. Das 0:0 gegen Ecuador im Arrowhead Stadium von Kansas City war ein Ergebnis der puren Defensivkraft und einer famosen Torwartleistung. Eloy Room parierte 15-mal – die zweithöchste je bei einer Weltmeisterschaft registrierte Zahl – und hielt sein Team nach der 1:7-Auftaktpleite gegen Deutschland im Turnier.
Die Ecuadorianer um den früheren Bundesliga-Stürmer Enner Valencia dominierten die Partie, scheiterten aber wiederholt an Room sowie einmal am Pfosten durch Ángelo Preciado. Vor 68 598 Zuschauern, die fast geschlossen zu Ecuador hielten, stand die Elf des niederländischen Trainers Dick Advocaat tief und setzte auf Konter, die jedoch kaum Gefahr brachten. Dass es am Ende zum Punkt reichte, lag am Schlussmann, der seit Jahren in den USA spielt und an diesem Abend über sich hinauswuchs.
Auf den Tag genau 15 Jahre nach seinem Profidebüt für Vitesse Arnheim avancierte Room zur Symbolfigur eines karibischen Fußballmärchens. Sein historischer Abend katapultierte Curaçao auf den dritten Platz der Gruppe E, mit einer Chance auf das Achtelfinale – vorausgesetzt, im letzten Spiel gegen die Elfenbeinküste gelingt ein Sieg, während Ecuador gegen Deutschland patzt.
Für Aufsehen weit über den Sport hinaus sorgte indes der königliche Besuch in der Kabine. König Willem-Alexander, Königin Máxima und Prinzessin Ariane waren eigens nach dem 5:1-Erfolg der Niederlande gegen Schweden von Houston nach Kansas City geflogen, um den autonomen Landesteil im Königreich zu unterstützen. Nach dem Schlusspfiff bahnte sich das Trio den Weg zu den Spielern, beglückwünschte Advocaat und tanzte, eingehüllt in blauen Trikots, ausgelassen zu einheimischen Klängen. „Sie lächeln, tanzen, nichts ist ihnen zu viel“, sagte Advocaat später voller Respekt.
Die Szenen verbreiteten sich viral und zeigten eine Monarchie, die sich ganz der Leidenschaft des Augenblicks hingab. Für Curaçaos Fußball bedeutet das Remis mehr als einen Zähler: Es ist der Beweis, dass die Inselrepublik auf der größten Bühne bestehen kann – und dass selbst ein Königspaar zum Fan wird, wenn Geschichte geschrieben wird.
| Lateinamerikanische Presse | +0.50 | aligned |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
The people of Curaçao dance their royal dance: a point worth gold, an island making its way in world football.
The emotional and communal aspect is emphasized, turning a sporting result into a symbol of regional redemption.
The sparse media coverage Curaçao has received elsewhere and the federation's logistical difficulties are not mentioned.
A point for Curaçao: a charming anomaly in a tournament dominated by giants. The locker-room dance is a moment of levity.
An ironic and detached register is used, downplaying the event's importance and placing it in an exotic frame.
The historical significance for Curaçao and the context of the island's football development are not acknowledged.
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