
Kokainverdacht gegen australischen WM-Teilnehmer Volpato nach Verkehrskontrolle in Sydney
Der 22-jährige Mittelfeldspieler Cristian Volpato wurde in der Nacht auf Freitag in Sydney zweimal wegen Geschwindigkeitsübertretung angehalten, ein vorläufiger Speicheltest zeigte Kokain an; die Laborauswertung des zweiten Probensatzes steht noch aus.
In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 2026 ist der australische Fußballnationalspieler Cristian Volpato in Sydney zweimal wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei angehalten worden. Bei der zweiten Kontrolle ergab ein vorläufiger Speicheltest nach Polizeiangaben ein positives Ergebnis auf Kokain. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der bei der Weltmeisterschaft 2026 für Australien auflief, war zuvor mit einer BMW auf der Anzac Bridge unterwegs, wo eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gilt; er soll zunächst zwischen 86 und 94 km/h, später mit 109 km/h gemessen worden sein.
Die Polizei des Bundesstaates New South Wales bestätigte, dass Volpato bei der ersten Kontrolle gegen 23:05 Uhr einen Alkoholtest mit negativem Befund ablegte, jedoch bei der zweiten Anhaltung rund zwei Stunden später ein Drogenschnelltest Kokain anzeigte. Ihm wurde eine Verwarnung wegen Geschwindigkeitsübertretung erteilt und sein internationaler Führerschein für sechs Monate entzogen, was ein Fahren in New South Wales unterbindet. Ein zweiter Speichelprobensatz wurde zur Laboranalyse entnommen, deren Ergebnis aussteht. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Volpato bestreitet den Konsum von Kokain oder anderen illegalen Substanzen, wie sein langjähriger Mentor und Trainer Tony Basha gegenüber dem Sydney Morning Herald erklärte. Basha zufolge sei der Spieler „erschüttert“ über die Anschuldigung. Offizielle Stellungnahmen von Volpatos italienischem Klub US Sassuolo oder dem australischen Fußballverband lagen zunächst nicht vor. Eine Bestätigung des Drogenbefunds durch das Labor bleibt abzuwarten; bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. Ein strafrechtliches Verfahren wurde nicht eingeleitet.
Volpato, der in Sydney geboren und aufgewachsen ist, wechselte nach Jugendstationen in Italien (AS Rom) 2023 zu Sassuolo in die Serie A. Erst im Mai 2026 entschied er sich, künftig für Australiens A-Nationalmannschaft zu spielen, nachdem er zuvor italienische Juniorenauswahlen durchlaufen hatte. Bei der WM 2026 bestritt er drei der vier Partien Australiens, die im Achtelfinale mit einer Niederlage im Elfmeterschießen gegen Ägypten endete. Im australischen Sport gelten strenge Antidopingregeln; ein Verstoß kann zu einer Sperre von bis zu vier Jahren führen, die bei außerwettbewerblichem und nicht leistungsbezogenem Konsum auf drei Monate reduziert werden kann.
Der Fall Volpato reiht sich in eine Serie von Kokainfunden bei Profisportlern ein, zuletzt etwa die Fälle des russischen Basketballers Nikita Kurbanow oder des Eishockeyspielers Jewgeni Kusnezow. Während die polizeilichen Ermittlungen weitergehen und das Laborergebnis aussteht, bleibt die sportrechtliche wie strafrechtliche Bewertung offen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
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| Südostasiatische Presse | −0.50 | critical |
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