
Anschlag in Monaco: Fahndung nach ukrainischer Staatsbürgerin
Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Geschäftsmann Vadym Yermolaiev sucht die Polizei eine etwa 30-jährige Ukrainerin; die Ermittler prüfen Verbindungen zu Kiew und zur organisierten Kriminalität.
Am späten Abend des 29. Juni detonierte im Eingangsbereich eines Wohnhauses im Fürstentum Monaco ein Sprengsatz. Dabei wurden der aus der Ukraine stammende Geschäftsmann Vadym Yermolaiev, seine Lebensgefährtin und sein 13-jähriger Sohn verletzt. Nach übereinstimmenden Berichten erlitt Yermolaiev Verbrennungen und Splitterverletzungen, schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Frau, Anna Nasobina, verlor beide Beine und befindet sich in kritischem Zustand; der Junge wurde leicht verletzt.
Die monegassische Justiz fahndet nach einer etwa 30-jährigen Frau ukrainischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in Deutschland. Nach Auswertung von Überwachungsvideos und Zeugenaussagen gehen die Ermittler davon aus, dass die Verdächtige sich als Mann verkleidet hatte, einen Rucksack mit Sprengstoff vor dem Gebäude ablegte und den Sprengsatz fernzündete, als die Familie das Haus betrat. Ein zunächst festgenommener Mann wurde noch am selben Tag wieder freigelassen. Die Gesuchte soll nach der Tat über die französische Grenze geflohen sein; französische Medien berichten, sie könnte sich nach Italien abgesetzt haben. Auf Ersuchen Monacos wurde die internationale polizeiliche Zusammenarbeit aktiviert, ein Interpol-Haftbefehl ist in Vorbereitung.
Zum Tatmotiv gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Die Ermittler verfolgen nach Angaben aus Justizkreisen zwei Hauptspuren: eine Auseinandersetzung im Milieu der organisierten Kriminalität oder eine ausländische Einflussnahme. Französische Medien wie „Le Figaro“ und BFMTV berichten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass eine Spur zum ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU führe. Aus russischer Sicht äußerten das Außenministerium und ein Sonderbotschafter, es bestünden keine Zweifel an einer Beteiligung ukrainischer Dienste. Die ukrainische Botschaft in Frankreich, die auch für Monaco zuständig ist, erklärte, sie stehe mit den örtlichen Behörden in Kontakt und leiste den Verletzten konsularische Hilfe.
Yermolaiev, Gründer der Alef-Gruppe und ehemaliges Mitglied der ukrainischen Forbes-Liste, hatte 2017 die ukrainische Staatsbürgerschaft abgelegt und besitzt einen zypriotischen Pass. Ende 2023 verhängte Kiew persönliche Sanktionen gegen ihn, weil er nach der Annexion der Krim dort über Strohmänner Geschäfte fortgeführt und Steuern an Russland gezahlt haben soll. Der Anschlag gilt als einer der schwersten Gewaltakte in der jüngeren Geschichte des Fürstentums, das für seine hohen Sicherheitsstandards bekannt ist. Die Untersuchung wegen versuchten Mordes dauert an; eine Festnahme steht weiterhin aus.
| Russische & GUS-Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Russland verurteilt eine weitere ukrainische Provokation, die nun bis nach Monaco reicht. Der Kreml fordert konkrete Maßnahmen gegen das Kiewer Regime.
Indem der Angriff einem ukrainischen Staatsplan zugeschrieben wird, wird ein gewöhnliches Verbrechen in einen internationalen Aggressionsakt verwandelt, der eine militärische Reaktion legitimiert.
Jegliche Zweifel an der Identität der Verdächtigen oder die Möglichkeit eines persönlichen Motivs werden ausgelassen, ebenso wie der Kontext eines laufenden Krieges, der individuelle Handlungen motivieren könnte.
Die Behörden von Monaco und der EU arbeiten zusammen, um die Verdächtige zu fassen, eine als Mann verkleidete Ukrainerin. Priorität hat die Gerechtigkeit, nicht die Politik.
Indem das Ereignis als gewöhnliches Verbrechen dargestellt wird, wird eine Politisierung vermieden und die Idee eines supranationalen Rechtsstaats gestärkt.
Der Kontext des Krieges in der Ukraine und jegliche Verbindung zu staatlichen Akteuren werden ausgelassen, was die geopolitische Komplexität reduziert.
Eine Ukrainerin verkleidet sich als Mann für einen Angriff in Monaco: eine Geschichte, die eines Films würdig ist. Die Details der Verkleidung und der Flucht fesseln die Aufmerksamkeit.
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Jeglicher Bezug zum Ukraine-Konflikt oder zu politischen Motiven wird weggelassen, wodurch der Angriff zu einer leichten Nachricht wird.
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