
Apple verteuert MacBooks und iPads um bis zu 20 Prozent – Speicherchip-Kosten durch KI-Boom treiben Preise
Der Konzern macht die explosionsartige Nachfrage nach Speicher- und Arbeitsspeicher-Chips für KI-Rechenzentren verantwortlich und gibt damit erstmals explizit die Kosten des KI-Booms an Endkunden weiter.
Apple hat am Donnerstag weltweit die Preise für zahlreiche Laptops und Tablets angehoben. Der günstigste Laptop, das MacBook Neo, verteuert sich in den USA von 599 auf 699 Dollar, das MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher von 1.099 auf 1.299 Dollar und die Basiskonfiguration des MacBook Pro mit einem Terabyte von 1.699 auf 1.999 Dollar. Auch iPads sind betroffen: Das iPad Air mit 128 Gigabyte kostet nun 749 statt 599 Dollar, das iPad Pro 256 Gigabyte 1.199 statt 999 Dollar. In der Eurozone stieg der Einstiegspreis des MacBook Neo von 699 auf 799 Euro, das iPad-Basismodell von 409 auf 509 Euro. Die Aufschläge liegen meist zwischen 15 und 20 Prozent. Die Preise für iPhones, Uhren und Kopfhörer blieben vorerst unverändert.
Hinter den Erhöhungen steht eine beispiellose Verknappung bei Speicherchips. Der Ausbau von KI-Rechenzentren – insbesondere die Nachfrage nach hochbandbreitem Arbeitsspeicher – hat zu einer außergewöhnlichen Konkurrenz um Fertigungskapazitäten geführt. Laut dem Marktforscher Counterpoint Research haben sich die Preise für Speicher- und Storage-Komponenten in den vergangenen drei Quartalen vervierfacht; TrendForce beziffert den Anstieg der DRAM-Preise allein im ersten Quartal 2026 auf 98 Prozent. Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley erwarten, dass das Unterangebot und das hohe Preisniveau mindestens bis 2027 anhalten. Apple erklärte, man habe die Kunden bislang vor den Mehrkosten abgeschirmt, sehe nun aber keine Alternative zur Weitergabe. Konzernchef Tim Cook hatte bereits vor Wochen von einer „Jahrhundertflut“ gesprochen und die Erhöhungen als „unvermeidlich“ bezeichnet.
Die Entscheidung des wertvollsten Konsumelektronikherstellers der Welt setzt ein Signal für die gesamte Branche. Bereits im Vorfeld hatten Konkurrenten wie Microsoft, Lenovo, Dell und HP ähnliche, teils auch versteckte Preisanpassungen vorgenommen; Sony und Nintendo hoben die Preise für Spielkonsolen an. An der Börse fiel die Apple-Aktie um knapp fünf Prozent. Analysten sehen Apple aufgrund seiner Lieferketten-Vormacht noch vergleichsweise gut geschützt, erwarten aber, dass andere Hersteller die Belastung noch stärker an die Konsumenten weitergeben müssen. Für Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet dies, dass der KI-Boom nun unmittelbar auf die Preisschilder von Alltagselektronik durchschlägt. Der nächste Prüfstein folgt im September: Dann will Apple die nächste iPhone-Generation vorstellen, für die Beobachter bereits Aufschläge von 150 bis 200 Dollar je Gerät prognostizieren. Ob und wie stark auch das volumenstärkste Produkt der Kalifornier betroffen sein wird, bleibt vorerst die dominierende Frage.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Apple hat die Preise für MacBook und iPad um rund 20 % erhöht und dies ausdrücklich mit dem durch den KI-Boom verursachten Anstieg der Speicherchipkosten begründet. Dies ist einer der ersten Fälle, in denen ein großer Hersteller von Unterhaltungselektronik Preiserhöhungen direkt auf die KI-bedingte Nachfrage zurückführt – ein Zeichen dafür, dass die Auswirkungen der Technologie nun bei den Alltagskäufern ankommen.
MacBooks und iPads sind gerade deutlich teurer geworden, mit Preiserhöhungen von bis zu 300 Dollar, da der KI-Boom die Speicherchipkosten in die Höhe treibt. CEO Tim Cook warnte, die Erhöhungen seien 'unvermeidbar' und gab direkt dem KI-Schub die Schuld. Die Verbraucher spüren nun den finanziellen Druck der KI-Revolution.
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